Halb so groß wie russland

halb so groß wie russland

Jan. Russland ist mit einer Fläche von 17,1 Millionen Quadratkilometern das größte Land der Welt. Es ist ungefähr mal so groß wie Deutschland. Russland ist ein Land, Afrika ist ein Kontinent, das kannst du nicht miteinander vergleichen. Mit über 17 Millionen km² ist Russland der größte Staat der Welt. So groß oder größer als Afrika aus obwohl Russland nur halb so groß ist. Jan. Russland ist mit einer Fläche von 17,1 Millionen Quadratkilometern das größte Land der Welt. Es ist ungefähr mal so groß wie Deutschland.

Im Interesse unserer User behalten wir uns vor, jeden Beitrag vor der Veröffentlichung zu prüfen. Ich werde immer auf einen Punkt der Kugel blicken können, der genau im rechhen Winkel zu einer an der Kugel anliegenden Tangente liegt.

Immer, egal von welche Position, diesen einen Punkt gibt es immer. Selbst an den Polen. Da mittlerweile Google Earth für jeden zu nutzen ist, umso mehr ist die komische Verzerrrechnung ausgemachter Unfug Antwort schreiben.

Es ist in der Tat so, dass die Mercator-Karte zu den Polen hin verzerrt. Die Rede ist von der Weltkarte, nicht vom Globus. Genau dieses Wort trifft es.

Man muss doch die konkreten Quadratkilometer vergleichen. Alles andere ist doch Mumpitz. Aber heutige Internet-Kiddies, die offenbar schon als Journalisten in Zeitungen ihren uninformierten Unfug verbreiten dürfen, kennen den wohl nicht mehr.

Es war ein "Sechstel" der Landmasse der Erde. Nicht zu vergessen, ihr Russland Basher, Fläche bleibt Fläche, auch nicht durch künstliche Verzerrungen der 2 und 3 dimensionalen Darstellungen der Karte , bzw.

Monaco würden sich über 17 Mio m2 freuen. Die haben nämlich nur rund 2 Mio m2. Ich frage mich, wie klein Monaco am Äquator wirkt?

Vermutlich würde es gänzlich verschwinden. Was für eine tumbe Ansicht. Eine schwachsinnige Spielerei, die wissenschaftlich nicht gedeckt ist.

Volker Beck ist seiner Zeit voraus - in weniger als 20 Jahren wird in D Kenntnis arabischer Sprache lebensnotwendig sein, da hier ein Kalifat of Germania entsteht mit Staatsreligion islam Antwort schreiben.

Nun wollen manche Russland nicht nur wirtschaftlich und politisch, sondern auch territoriell kleinreden, oder moechte man es ganz wegreden.

Also von Moskau bis Peking oder Wladivostok sind es ca. Ungefähr soviel wie von Tunis nach Kapstadt!

Dort sinds von Küste zu Küste knapp km! Der eine erreichte Moskau und lief dabei ins Leere! Der andere blieb knapp vor Moskau in Sichtweite der Stadt liegen.

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Bitte markieren Sie die entsprechenden Wörter im Text. Mit nur zwei Klicks melden Sie den Fehler der Redaktion. In der Pflanze steckt keine Gentechnik.

Gentechnish verändert sind die. Nach Jahren zurück: Was hier hineinschwimmt, kommt nicht mehr lebend raus. Spanische Lehrerinnen unterrichten im TV völlig blank.

Wie sie mit einfachen Hausmitteln das Bad perfekt reinigen. In dieser deutschen Region herrscht die schlimmste Dürre seit Jahren.

Östlich des Urals gibt es aus klimatischen Gründen keinen Mischwald. Stattdessen leiten in Westsibirien Birkenhaine unmittelbar von der Taiga in die Waldsteppe über.

Der Mischwald tritt dann wieder im Fernen Osten auf. Die Mischwaldzone bietet für die Landwirtschaft im Allgemeinen akzeptable, die Laubwaldzone gute Existenzbedingungen.

Der Steppengürtel untergliedert sich im Norden in die Waldsteppe und im Süden in die eigentliche Steppe. Das hängt mit dem nach Südosten abnehmenden Niederschlag bei gleichzeitig wachsender Verdunstungsintensität zusammen.

Daher bilden in der Waldsteppe Wiesen-, in der eigentlichen Steppe Federgrasformationen die Pflanzendecke. Der Steppengürtel ist aufgrund der fruchtbaren Schwarzerdeschicht ideal für den Getreideanbau.

An der Schwarzmeerküste zwischen Noworossijsk und Sotschi folgt eine Hartlaubwaldzone. An der Schwarzmeerküste herrschen im Durchschnitt um die 20 Grad Celsius.

Dieser subtropische Teil Russlands ist geprägt von dichten Wäldern. Im europäischen Teil haben noch 9 Prozent der Wälder diesen Status.

Diese Tiere sind an die lebensunfreundlichen Umstände dieser Zone perfekt angepasst. In den Wäldern von Russland nimmt die Artenvielfalt in der Tierwelt zu.

Weiter südlich haben sich Wildschweine , Nerze und Hirsche ausgebreitet. Vereinzelt gibt es auch Sibirische Tiger.

Russlands Bevölkerungszahl sank von ,0 Millionen bei der Volkszählung im Januar bis auf ,2 Mio. Danach verlangsamte sich der Bevölkerungsrückgang, so dass die Einwohnerzahl bei ,9 Mio.

Diese lag für bei ,9 Mio. Der Bevölkerungsrückgang begründet sich in den chaotischen er Jahren, die zur Senkung der Geburtenrate und einem drastischen Anstieg der Sterberate der Männer führten.

Die Fertilitätsrate sank zwischen und von zwei auf 1,16 Geburten pro Frau. Gleichzeitig verdoppelte sich bei den Männern die Sterblichkeitsrate von 9,4 auf 18,7 pro Einwohner Die Durchschnittslebenserwartung der Männer sank von 63,9 Jahren auf 57,5 Jahre Bis stieg sie wieder leicht auf 58,9 Jahre an; lag sie bei 64,3 Jahren, laut Weltbank bei 70,36 Jahren.

Als Hauptursache für diese niedrige Lebenserwartung gilt die relativ hohe Sterblichkeit infolge ungesunder Lebensweise sowie vermeidbarer Ursachen wie Alkoholvergiftungen, Tabakrauchen, Verkehrsunfällen, Suizid und Mord.

Um den demografischen Problemen zu begegnen, hatte die russische Regierung mehrere nationale Programme eingeleitet, die helfen sollen, die Geburtenrate zu steigern.

So erhielten seit Eltern ab ihrem zweiten neugeborenen Kind eine einmalige staatliche Beihilfe Mutterschaftskapital in Höhe von fast Der Anteil der Stadtbevölkerung lag in diesem Zeitraum konstant bei 73 Prozent.

Zur Auswanderung neigten besonders höher Gebildete, teilweise wegen der herrschenden Rechtsunsicherheit. Russland ist das zweitwichtigste Einwanderungsland der Welt.

Die Mehrheit der Einwanderer stellen bisher jedoch die Nachkommen von Russen, die im Kaiserreich und der Sowjetzeit in anderen Teilrepubliken angesiedelt wurden und meist mit ihren Familien gemeinsam nach Russland zurückkehrten.

Der Zustrom dämpfte sich nach der Annexion der Krim durch die Wirtschaftsflaute, aber auch durch Protektionismus und Nationalismus — im ersten Halbjahr glich die Immigration die Sterblichkeit nicht mehr aus.

Aufgrund der demografischen Umbrüche in den chaotischen er-Jahren wird die Bevölkerung Russlands ähnlich wie in anderen Ländern Europas in den nächsten Jahrzehnten voraussichtlich weiter abnehmen, die ILO erwartet bis zum Jahr einen Rückgang auf Millionen Einwohner.

In den Jahren bis stabilisierte sich die Lage etwas, die Einwohnerzahl stieg sogar leicht an und lag bei etwa ,5 Millionen. Jahrhundert wurden weitere Städte im Zentrum Russlands von slawischen Siedlern gegründet.

Mit der Eroberung Kasans und Astrachans zur Mitte des Zahlreiche Städte wurden zunächst als Grenzfestungen gegründet. Im Süden waren dies Stützpunkte der Verhaulinie gegen die Krimtataren , wie Orjol und das heutige Woronesch Weiter östlich, an der Wolga entstanden in dieser Zeit weitere Städte wie Samara , Zarizyn und Saratow In Sibirien entstanden nach dessen Eroberung zahlreiche Kosakenforts, sogenannte Ostrogs.

Jahrhundert neue Festungen und Städte. Der Bauer gehörte einem Mir Bauerngemeinde an. Jahrhundert war sogar häufig von den beiden Hauptstädten die Rede.

Die Industrialisierung Ende des Jahrhunderts brachte in allen Landesteilen einen bedeutenden Impuls für die nachfolgende Urbanisierung.

Sie führte zur Entstehung zahlreicher neuer Städte und zum raschen Wachstum alter Städte. Viele russische Städte entstanden als Folge einer administrativen Umstrukturierung mehrerer benachbarter Dorfsiedlungen zu einer Stadtsiedlung.

Neugründungen von Städten und Stadterhebungen sind bis heute ein Charakteristikum der russischen Urbanisierung. Mehr als die Hälfte aller russischen Städte sind erst in den letzten 90 Jahren, besonders in den er-Jahren gegründet worden.

Zu Zeiten der Sowjetunion wurde die städtische Entwicklung zentral geplant und gesteuert. Es herrschte der Typus der Sozialistischen Stadt vor.

Dazu zählt beispielsweise die Herausbildung neuer Stadttypen, etwa der Hauptstädte kleiner nationaler Republiken u. Tscheboksary , Naltschik oder der Wissenschaftsstädte z.

Die in der Sowjetzeit betriebene massive Verstädterungspolitik führte dazu, dass heute 73 Prozent der Bevölkerung in städtischen Siedlungen leben.

Aus den politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen im Russland der er-Jahre gingen die Städte als eigenständige und selbstverantwortliche kommunale Einheiten hervor.

Dazu erhielten sie lokale und regionale Steuerungsinstanzen. Mit den neuen Staatsgrenzen brachen aber auch stark arbeitsteilig organisierte, spezialisierte Produktions- und Distributionsabläufe zusammen.

Viele Städte waren plötzlich von den bisherigen Netzwerken abgeschnitten. Ehemals zentral gelegene Städte stellten plötzlich Grenzstädte dar und waren geopolitisch peripher gelegen.

Dadurch veränderten sich grundlegend die funktionale Struktur und die wirtschaftliche Entwicklungsbasis der russischen Städte und führte zu Verschiebungen im Städtesystem Russlands, mit Auf- und Absteigern.

Zu den Gewinnern der Transformation gehören bisher vor allem die Metropolen, allen voran Moskau. Weil Kapital zur Gewinnung und zum Transport von Rohstoffen unter extremen Bedingungen fehlte, gerieten viele Bergbaustädte des Nordens in eine Überlebenskrise.

Für weitere Städte siehe Liste der Städte in Russland. Ist von dem russischen Volk oder der russischsprachigen Kultur die Rede, spricht man daher im Russischen von russkij russisch.

Ist dagegen von Russland als Staat die Rede, verwendet man das Adjektiv rossijskij russländisch. Auch die amtliche Übersetzung der Staatsverfassung verwendet diese Variante.

Die Russische Föderation begreift sich auch heute noch als Vielvölkerstaat. Titularnationen mehr als Der Grad der ethnischen Identifikation variiert.

Zu den kleineren Minderheiten zählen beispielsweise die Mescheten und verschiedene Minderheiten jüdischen Glaubens. Die nichtrussischen Minderheiten sprechen überwiegend Sprachen aus dem Kreis der Turksprachen , kaukasische Sprachen , uralische Sprachen samojedische Sprachen , altaische oder paläosibirische Sprachen.

Für viele nichtrussische Völker wurden Republiken mit weitgehender Autonomie errichtet. Während manche Minderheiten, wie etwa Armenier, Koreaner und Deutsche , auf die verschiedensten Regionen Russlands verteilt sind, gibt es auch auf europäischem Boden, also zwischen dem traditionellen russischen Siedlungsgebiet und dem Ural, mehrere indigene Völker.

Jahrhunderts zu Russland kam. Russisch ist die einzige überall geltende Amtssprache , parallel dazu wird in den einzelnen autonomen Republiken jedoch häufig die jeweilige Volkssprache als zweite Amtssprache verwendet.

Die Verwendung dieser Sprachen wird im Unterricht, in den Massenmedien und in der Kulturpolitik gefördert. Die Regierungen und Parlamente der Republiken betrachten dies als unabdingbare Voraussetzung, um ein Aussterben von Volksgruppen zu verhindern.

Allerdings nimmt die Beherrschung der indigenen Muttersprache unter den betroffenen Volksgruppen ab. Das kyrillische Alphabet ist die mit der Ausnahme Tatarstans einzige offizielle Schrift, und es besteht die Richtlinie, dass alle jeweiligen Sprachen kyrillisch zu schreiben sind.

Diese Praxis verbot das russische Verfassungsgericht jedoch im November mit der Begründung, dass für die Einigkeit Russlands eine einheitliche Schrift notwendig sei.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion und dem damit verbundenen Verschwinden der atheistischen Staatsideologie des Marxismus-Leninismus fand eine Rückbesinnung auf religiöse Werte statt.

Vertreten sind darüber hinaus zahlreiche andere Konfessionen wie der römisch-katholische Glauben, der Protestantismus, das Judentum , der Buddhismus sowie traditionelle Glaubensrichtungen einiger Volksgruppen.

Etwa ein Drittel der Bevölkerung bezeichnet sich als Atheisten oder Konfessionslose. Was die Zugehörigkeit zu einzelnen Religionsgruppen angeht, gibt es keine zuverlässigen Zahlen, da die Mitglieder von Kirchen und Gemeinden in Russland nicht registriert werden und keine Kirchensteuer erhoben wird.

Umfragen weichen oft erheblich voneinander ab. Weitere 25 Prozent aber bezeichneten sich als Agnostiker bzw. Abweichend von den genannten Umfragen wird der Anteil der Orthodoxen meist zwischen 51 [51] [52] und 72 [53] [54] [55] Prozent angegeben, die der anderen Christen mit zusammen kaum 2 Prozent, die der Buddhisten mit knapp 1 Prozent und die der Juden mit etwa 0,35 Prozent.

Der russisch-orthodoxe Glaube reicht beinahe so weit zurück wie die Geschichte des Russischen Staatstums selbst. Jahrhundert wurde die ansässige Bevölkerung der Ostslawen zum griechisch-orthodoxen Glauben bekehrt.

Die engen Kontakte zu dieser Glaubensrichtung resultierten aus dem hauptsächlich auf Konstantinopel ausgerichteten Handel und den damit engen Kontakten mit Byzanz.

Seit dem gescheiterten russischen Angriff auf Konstantinopel waren ab verstärkt orthodoxe Missionare ins Land gekommen, angeblich sollen bereits Waräger und Russen des ersten gescheiterten Angriffs auf Konstantinopel getauft zurückgekehrt sein.

In 35 Jahren, bis , war das gesamte, bis dahin heidnische Russland christianisiert. Die Annahme des byzantinischen Christentums verschloss Russland zugleich eine kulturelle Beziehung zum römischen Christentum, denn Byzanz betrieb zu dieser Zeit seine Kirchenpolitik im bewussten Gegensatz zu Rom und vermittelte den Ostslawen bei ihrer Bekehrung antirömische Tendenzen.

Die Orthodoxe Kirche und ihre Werte bildete zukünftig eine tragende gesellschaftliche Säule des russischen Reiches. Jahrhundert zunächst nach Wladimir , dann nach Moskau.

Jahrhundert löste sich die Russisch-Orthodoxe Kirche endgültig vom griechisch-orthodoxen Patriarchat in Konstantinopel , nachdem sich dieses infolge des politischen Niedergangs von Byzanz zu Zugeständnissen an den Papst bereit erklärt hatte.

Dieser Kirche war es als einziger Religion erlaubt, zu missionieren. Erst mit der Revolution von wurden die Gesetze gelockert. Nach der Herrschaftsübernahme der Kommunisten wurden hauptsächlich Mitglieder dieser Kirche unterdrückt, da sie als Symbol der Autokratie galt.

Zwischen und wurden ca. Während es noch Viele Klöster wurden gegründet oder wiedererrichtet. Religionsunterricht an Schulen wurde wieder eingeführt.

Die Mehrheit der Bevölkerung vertraut der Kirche und sieht in ihr eine Institution, die Werte vermittelt und den inneren Zusammenhalt in der Gesellschaft stärkt.

Daneben haben sich im Verlauf der Geschichte Abspaltungen vom orthodoxen Glauben vollzogen. Die älteste Abspaltung sind die Altorthodoxen oder Altgläubigen.

Weitere aus der Orthodoxie hervorgegangene Glaubensrichtungen sind die Molokanen. Aus ihnen gingen wiederum die Duchoborzen hervor.

Beide Religionsgemeinschaften lehnen Reichtum ab, versuchen ein Leben in Bescheidenheit zu führen und suchen nach einer wahrhaft biblischen Gemeinschaft.

Von einigen Leibeigenen wurde die Gemeinschaft der Subbotniki gegründet. Diese berufen sich in erster Linie auf das Alte Testament.

Viele dieser Sekten oder Gruppierungen waren im Zarenreich willkürlichen Verfolgungen ausgesetzt. Der Islam in Russland ist im Nordkaukasus schon seit dem 7.

Jahrhundert verbreitet und damit auf dem heutigen russischen Staatsgebiet älter als die erste russische Staatsgründung und die Christianisierung des Landes.

Im Jahr traten auch die Wolgabulgaren zum Islam über und gaben ihn im Jahrhundert an die Tataren weiter. Die einheimischen Völker des Kaukasus und die Turkvölker sind zumeist sunnitische Gläubige.

Bereits Ende des Sie gibt es auch in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Seitdem sind zahlreiche weitere Organisationen und Abspaltungen entstanden.

Die Geschichte der Juden in Russland lässt sich seit dem 4. Bis zur Zeit Iwan des Schrecklichen — wurden Juden bis auf einige gegen sie gerichtete Gesetze toleriert.

Ab wurden sie aus dem Russischen Kaiserreich ausgewiesen, bis dies durch die Eingliederung der östlichen Teile Polens und unmöglich wurde.

Jahrhundert unterstützten Beamte antisemitische Strömungen in der Bevölkerung. Die Maigesetze von vertrieben die Juden selbst im Ansiedlungsrayon aus den ländlichen Gebieten; mit Quoten begrenzte man die Anzahl der Juden, die zu höherer Bildung zugelassen wurden, auf drei bis zehn Prozent.

Zwischen und flohen mehr als zwei Millionen Juden aus Russland, besonders nach Amerika. Während des Stalinismus wurde in Russisch-Fernost die Jüdische Autonome Oblast mit dem Hauptort Birobidschan gegründet, wo sich allerdings nur wenige Juden ansiedelten.

Im Vergleich zu den Jahrzehnten davor, gibt es heute nur noch wenige Juden, da viele von ihnen nach Deutschland oder nach Amerika , die meisten aber nach Israel ausgewandert sind.

Fast alle in Russland lebenden Juden sind Aschkenasim , aber es gibt auch noch einige wenige Bergjuden und Bucharische Juden , die zu den Mizrachim gezählt werden.

In Russland ist auch die tibetische Form des Buddhismus verbreitet, wobei er sich ursprünglich auf die asiatischen Völker Kalmücken , Tuwiner beschränkte.

Ebenso wie Geistliche und Anhänger praktisch aller anderen Religionen wurden in der Sowjetunion während der kommunistischen Herrschaft auch buddhistische Mönche verfolgt und unterdrückt.

Seit der politischen Wende in Russland und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion verzeichnen die buddhistischen Gemeinschaften hingegen wieder Mitgliederzuwachs unter den Angehörigen der traditionell buddhistischen Völker, aber auch seitens der Russen und anderen Nationalitäten.

Der Schamanismus ist unter der indigenen Bevölkerung in Sibirien wieder weit verbreitet; insbesondere bei den kleinen Völkern des russischen Nordens.

Zwar sind heute die meisten Bewohner Sibiriens Christen, dennoch sehen sie es nicht als Widerspruch, die Rituale ihrer Vorfahren zu praktizieren.

Die Sowjetunion war ein ausgesprochener Vielvölkerstaat , und auch im heutigen Russland treffen sich viele unterschiedliche Mentalitäten. Durch die Verschmelzung dieser Völker und Konfessionen und die Einflüsse sowohl westlicher wie östlicher Prägungen entwickelten sich aber markante Eigenarten bzw.

Stereotype , die in den Begriff der russischen Seele mündeten. Dieser Begriff hat bis heute eine sehr breite Rezeption erhalten; im westlichen Ausland diente der Begriff Russophilen und Kritikern der westlichen Lebensweise als Projektion zu der als gefühlskalt empfundenen eigenen Zivilisation.

Dazu kommt die bereits erwähnte Alles-oder-nichts-Mentalität, die keinen Kompromiss oder goldene Mitte kennt.

Wichtig ist zudem weiterhin ein starkes Solidaritäts- und Gemeinschaftsgefühl. Die russische Gesellschaft ist traditionell kollektivistisch geprägt, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe sehr wichtig.

Dieses Wertesystem stammt nicht erst aus den Zeiten des Kommunismus, sondern reicht weiter zurück in die Lebensweise der bäuerlichen Dorfgemeinschaft, dem Mir.

Da auch Grund und Boden lange Zeit Gemeingut waren, hat sich bei den Russen verinnerlicht, dass die Interessen des Einzelnen vor den Interessen der Gruppe zurückzustehen haben.

Die Familie ist für viele Russen eine wichtige Bezugsgruppe, besonders auf dem Land lebt man in jeder Beziehung eng zusammen.

Dort wohnen oft mehrere Generationen in einer Wohnung oder in einem Haus. Die traditionelle Familie unterstützt sich finanziell und hilft einander bei der Kinderbetreuung und Seniorenpflege.

Die Kollektivorientierung zeigt sich bisweilen auch heute noch im Berufsalltag. Das Kollegium wird als Gemeinschaft erlebt und es ist sehr wichtig, diese Gruppenorientierung zu stärken.

Vetternwirtschaft Nepotismus bei der Stellen- oder Auftragsvergabe ist dabei eine Nebenwirkung. Bildungsnahe, ehrgeizige und kritische Menschen suchten nach dem markanten Bruch mit der westlichen Welt vermehrt Lebensmöglichkeiten im Ausland; die Duma diskutierte gar ein Verbot von Fremdsprachenunterricht, weil dieser die Abwanderung fördere.

Russlands Geschichte erlebte seit ihrem Beginn im 9. So ist die russische Geschichte eine Eigenentwicklung, die sich von der Entwicklung seiner Nachbarn in Europa deutlich unterscheidet.

Ursächlich dafür ist ein ständiges In- und Gegeneinanderspiel typisch russischer Merkmale aus sozialen Begebenheiten und geographischen Einflüssen, die seine Geschichte auf weiten Strecken begleiteten.

Dazu trug das Fehlen von natürlichen Grenzen bei, was Russland im Wechselspiel mit der Erfahrung fremder Einfälle dazu veranlasste, die Grenzen so weit auszudehnen, bis natürliche Grenzen einen wirksamen Schutz bilden konnten vgl.

Die Spannung zwischen wirtschaftlichen Notwendigkeiten und der Bewältigung bzw. Nichtbewältigung durch die jeweils herrschenden Gruppen gehört ebenso zu den Konstanten der russischen Geschichte.

Beispielhaft zu nennen sind die Nichtbewältigung der sozialen Unruhen im Zuge des Industriezeitalters mit ihren Höhepunkten in der Revolution , der Februar- und der Oktoberrevolution oder die Bewältigung der wirtschaftlichen Umbrüche im Zuge der Übernahme der Marktwirtschaft der er-Jahre.

Die aus der byzantinischen Orthodoxie übernommenen Denkweisen führten zu Spannungen mit modernistischen Tendenzen und begründeten das markante Spannungsverhältnis zwischen Beharrung und Fortschritt , das sich z.

Aufgrund der fehlenden römischen Rechtstradition fehlte lange Zeit ein Widerstandsrecht gegen herrscherliche Übergriffe, so dass die Beziehung zwischen Staatsgewalt und der wirtschaftlichen und politischen Freiheit des Einzelnen belastet blieb.

Dies zeigte sich besonders im An diese Vorstellungen des Kollektivs knüpften im Jahrhundert Marxisten und Sozialisten an und setzte diese in der Sowjetunion fort.

Der Ausgleich zwischen zentralistischer und dezentraler Herrschaft war in der Geschichte Russlands ein konstantes Problem. Insbesondere in Übergangszeiten z.

Auf diese Form geht der heutige russische Landesname Rossija zurück. Die früheste Geschichte des europäischen Russlands zur Geschichte des asiatischen Teils siehe Geschichte Sibiriens ist im Norden geprägt von finno-ugrischen Völkern und Balten , im Süden von den indogermanischen Steppenvölkern des Kurganvolks , der Kimmerer , Skythen , Sarmaten und Alanen ; später kamen hier noch Griechen , Goten , Hunnen und Awaren hinzu.

In die Mitte, zwischen Dnepr und Bug , kamen die slawischen Völker, die sich ab dem 6. Jahrhundert auch nach Norden und Osten auszudehnen begannen.

Jahrhundert befuhren skandinavische Wikinger die osteuropäischen Flüsse und vermischten sich später mit der slawischen Mehrheitsbevölkerung.

Im südlichen Steppengebiet und an der Wolga waren hingegen Reiche der aus Asien eingeströmten Turkvölker der Chasaren und Wolgabulgaren entstanden, mit denen die Rus Handel trieben, aber auch Kriege führten.

Aufgrund des ungünstigen Senioratsprinzips bei der Regelung der Erbfolge begann die Kiewer Rus im Jahrhundert zu zerfallen, was es den ab einfallenden Mongolen erleichterte, die zerstrittenen russischen Fürstentümer zu unterwerfen.

Mit der Errichtung der Mongolenherrschaft trat Osteuropa von bis zur Mitte des Die mongolische Fremdherrschaft führte demnach für zwei Jahrhunderte zu einem Abbruch der Beziehungen zum Westen und förderte die Abkapselung des orthodoxen Russlands.

Die russischen Fürstentümer lagen im Machtbereich der Goldenen Horde , konnten jedoch eine gewisse innere Autonomie bewahren. Unter den zersplitterten und verfeindeten russischen Fürstentümern erwies sich das kleine und unbedeutende Fürstentum Moskau als das durchsetzungsstärkste.

Unter Dmitri Donskoi , der verschiedene russische Fürstentümer einen konnte, wurde im Jahre ein wichtiger Sieg über die Goldene Horde in der Schlacht auf dem Schnepfenfeld erzielt.

Jahrhundert beherrschten westlichen Teil der Rus aus. Dies führte zu langanhaltenden Kriegen im Jahrhundert mit Polen und Litauen vgl.

Sein Enkel Iwan IV. Unter der Herrschaft Iwans IV. Jahrhundert bis an den Pazifik brachte. An der Wende zum Napoleon endgültig besiegen und zur Abdankung zwingen konnten.

Aufgrund der festgefahrenen gesellschaftlichen Strukturen wie der Autokratie und der Leibeigenschaft konnte das agrarisch geprägte Reich jedoch mit den sich rasant entwickelnden Industriestaaten immer weniger Schritt halten.

Diese forderte ihren Anteil an der Verfügung über die Staatseinnahmen und die Mitverantwortung für die öffentlichen Angelegenheiten.

Sie verstanden unter politischer Freiheit kein moralisches Ziel, sondern meinten damit die Freiheit der materiellen Entfaltung und gerechte Besteuerung.

Eine Anpassung der Verfassungswirklichkeit des Staates, der die Mittelschicht näher eingebunden hätte, fand aber nicht statt. Stattdessen flammte der Terror wieder auf.

Allerdings war Zar Nikolaus II. Die anfänglichen Erfolge, vor allem gegen Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich , wurden bald abgelöst von einem Stellungskrieg, bis die Moral der russischen Soldaten nachgab und die Front zusammenbrach.

Nach blutiger Niederschlagung der Demonstranten stürmten diese den Winterpalast und der Kaiser wurde zum Abdanken gezwungen.

Nach der Februarrevolution erlangten die Frauen in Russland das aktive und passive Wahlrecht. Sie waren sowohl an den Wahlen zu den Sowjets als auch zu den Stadt dumas zugelassen.

Dezember wurde der Zusammenschluss der sowjetischen Sozialistischen Republiken zur Sowjetunion beschlossen und eine staatlich kontrollierte Wirtschaftspolitik ausgerufen.

Die Sowjets wurden als Eigentümer von Boden und Produktionsmitteln erklärt. Lenins Tod am Januar führte zu einem erbitterten Nachfolgekampf, in dem sich Josef Stalin gegen Leo Trotzki durchsetzte.

Stalin festigte seine Macht durch gezielten Terror. Seit wurde die staatliche Wirtschaft Fünfjahresplänen unterworfen, die Industrialisierung und Infrastruktur, speziell im asiatischen Teil des Landes, vorangetrieben und die Landwirtschaft kollektiviert.

Im August schloss die Sowjetunion einen Nichtangriffspakt mit Deutschland , der in einem geheimen Zusatz auch eine einvernehmliche Aufteilung Osteuropas zwischen beiden Parteien aufnahm.

Dies ermöglichte Hitler Anfang September den geplanten Angriffskrieg gegen Polen, der mit einem sowjetischen Angriff gegen Ostpolen Mitte September abgestimmt war.

Nach dem Überfall des Deutschen Reiches am In diesen Ländern blieben Hunderttausende sowjetischer Soldaten stationiert.

Der Kalte Krieg dominierte bis die Weltpolitik. Kurz vor der bevorstehenden Unterzeichnung eines neuen Unionsvertrages putschten konservative Kommunisten im Augustputsch in Moskau gegen Gorbatschow, um die Unterzeichnung des Unionsvertrages sowie weitere Reformen zu verhindern.

In der russischen Verfassungskrise löste Jelzin per Ukas den Volksdeputiertenkongress sowie den Obersten Sowjet Russlands auf, die sich seinen Bemühungen und den Resultaten einer Volksbefragung am April widersetzt hatten, Wirtschaftsreformen durchzusetzen.

Bei der gewaltsamen Niederschlagung eines weiteren Aufstandes gegen ihn am 3. Oktober gab es in Moskau Tote. Im Dezember billigte die russische Bevölkerung per Volksabstimmung die neue Verfassung der Russischen Föderation Zweikammersystem , Präsidialverwaltung.

Dabei gelangten wertvolle Unternehmen in die Hände von Leuten, die gute Beziehungen zu Herrschenden hatten bzw.

Im Oktober waren 2. Wegen Nichtzahlung von Löhnen und Gehältern kam es zu gesamtwirtschaftlich folgenschweren Streiks, z. Insbesondere in der Übergangszeit nahmen aufgrund des Erstarkens regionaler Autonomien nach dem Ende der stark zentralistischen Sowjetzeit zentrifugale Strömungen an den Rändern des Landes zu.

Die chaotischen Jahre unter Jelzin verunsicherten viele Menschen. Die Geburtenrate war niedrig; Kriminalität, Alkoholismus etc. Margareta Mommsen als in jeder Hinsicht unvereinbar mit Vorstellungen einer eigenständigen Rolle des Parlaments, von wechselnden parlamentarischen Mehrheiten sowie vom freien Wettbewerb politischer Parteien gesehen.

März einen Beitrittsantrag an Russland gestellt hatten. März stellte auch Transnistrien einen Beitrittsantrag. Diese wurden durch den kommunistisch dominierten Volksdeputiertenkongress blockiert.

Präsident Boris Jelzin griff deswegen zu harten und verfassungswidrigen Mitteln und löste den Volksdeputiertenkongress im Herbst durch den Einsatz des Militärs auf.

Es wurde eine Verfassung geschaffen, die den Präsidenten weitgehend der Kontrolle von Volk und Parlament entzog. Die gültige Verfassung der Russischen Föderation wurde am Dezember durch eine Volksabstimmung angenommen und trat am Dezember in Kraft.

Sie stellt einen Bruch mit der sowjetischen Vergangenheit dar. Menschenrechte und Freiheitsrechte wie Rede-, die Presse- und die Reisefreiheit sind die höchsten Werte.

In der seither umgesetzten Praxis wird wegen der Einschränkung von Grundrechten Russland als Gelenkte Demokratie bezeichnet oder aber mit dem Fachbegriff Autoritarismus umschrieben.

Die Kluft zwischen Rhetorik und Handlungen in diesen Sphären ist eklatant. Die Bilanz der Ära Jelzin war gespalten: Zwar konnten in Russland demokratische und liberale Reformen eingeführt werden.

Hinzu kam, dass der mit der Privatisierung verbundene Gang an die Börse von der internationalen Finanzkrise ab überschattet wurde.

Während neun Aktiengesellschaften an der internationalen Londoner Börse neues Kapital einwerben konnten, gelang auf dem Höhepunkt der Krise mit RusHydro nur noch einem russischen Unternehmen der Gang an die Börse.

Russland ist nach der Verfassung vom So ist das Staatsoberhaupt der Präsident Russlands , der vom Volk für jeweils sechs Jahre direkt gewählt wird.

Der Präsident gehört unmittelbar keiner der drei Staatsgewalten an, sichert aber ihr Funktionieren und Zusammenwirken. Die Haupteinwirkungsform des Präsidenten ist das Dekret, mit dem er jeden Sachverhalt mit unmittelbarer Rechtswirkung regeln kann.

De facto stellt das politische System Russlands eine Mischung aus instabilen demokratischen Institutionen und autoritären Praktiken dar.

Der Präsident Russlands schlug ab bis Mai die Gouverneure vor — die Regionalparlamente konnten diese nur noch bestätigen. Die Gouverneure wiederum ernannten seit anstelle der regionalen Parlamente die Vertreter für den Föderationsrat und auch lokale Vertreter wie Bürgermeister.

Diese gaukeln demokratische Verhältnisse lediglich vor. Es bildeten sich Hunderte von politischen Gruppierungen, Splittergruppen, Bewegungen und Parteien, die ein breites politisches Spektrum von Monarchisten bis hin zu Kommunisten abdecken.

Die russischen Parteien sind eher schwach und verfügten selten über eine stabile Identität. Die russische Regierung unterstützte seit den Wahlen zur Staats duma jeweils eine neue, eigene Hausmacht.

Erst ab der Jahrtausendwende kristallisierten sich einige wenige Parteien als weitgehend stabil heraus. Diese stellen inzwischen gesellschaftliche Netzwerke dar, die spezifische Wählergruppen mobilisieren können.

Das gegenwärtige russische Parteiensystem ist das Ergebnis umfassender Veränderungen unter Putin. Er erhöhte die Zahl der Mindestmitgliederschaft für eine Registrierung, wodurch sich die Anzahl der erlaubten Parteien bis auf sieben reduzierte.

Im Zuge der Demonstrationen zur Parlamentswahl im Dezember wurde ein neues Parteiengesetz verabschiedet, das die Zulassung neuer Parteien ab einer Mitgliederzahl von Personen vorsieht bisher Diese Erleichterungen der Auflagen zieht das Aufkommen vieler neuer Parteien nach sich.

Dazu hat bisher vor allem die Wechselkurspolitik der russischen Zentralbank beigetragen. Um eine rasche Aufwertung des Rubels mit einer Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit russischer Produzenten zu verhindern, intervenierte sie am Devisenmarkt.

Die umlaufende Rubelgeldmenge stieg stark an. Im Zuge der Internationalen Wirtschaftskrise verlor der Rubel im zweiten Halbjahr rund 20 Prozent seines Wertes gegenüber dem Euro, [] stabilisierte sich aber seither.

Durch die Dollarschwäche übernimmt aber zunehmend der Euro dessen Bedeutung. Da die Verwendung von Drittwährung in Russland nicht erlaubt ist, wurde dennoch in Rubel gezahlt.

Diese Praxis ist aber seit Januar verboten. Wegen häufiger Bankeninsolvenzen und Finanzkrisen sind viele Russen dazu übergegangen, ihre Ersparnisse als Bargeld in Euro- und Dollar-Scheinen oder in Immobilien anzulegen.

Der Staatshaushalt umfasste Ausgaben von umgerechnet ,6 Mrd. Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet ,5 Mrd. Angekündigt ist auch eine weitere Steigerung der Sozialausgaben.

Somit werden die Ausgaben tendenziell weiter steigen, was aufgrund einer geringen Verschuldungsquote kein Problem darstellt.

Nach dem Ende der Sowjetunion ist Russland darum bemüht, seinen Einfluss in der Welt, aber insbesondere in seiner direkten Nachbarschaft zu konsolidieren.

Russland ist in eine Anzahl regionaler Konflikte verstrickt, von denen viele kriegerischen Charakter haben und nur teilweise oder noch gar nicht gelöst wurden — darunter die Tschetschenienkriege bis , die Kriege um Abchasien und Südossetien Georgienkrieg , der Konflikt in Transnistrien und zuletzt der Krieg in der Ukraine und die Besetzung der Krim.

Seinen Einfluss generiert Russland daneben über die militärischen Streitkräfte derzeit ca. Darüber hinaus bestehen jedoch enorme Schwierigkeiten, dem eigenen Anspruch gerecht zu werden.

Dies rührt insbesondere aus der ökonomischen Schwäche her. Daneben verfügt es im Gegensatz zur Sowjetunion nicht mehr über ein attraktives Herrschafts- und Kultursystem.

Die Möglichkeit, militärische Macht in politischen Einfluss umzuwandeln, ist auf Russlands unmittelbare Umgebung beschränkt.

Selbst besteht die Führung Russlands aber auf dem Recht, unilateral handeln zu dürfen, was das Verhalten im Georgienkrieg belegt.

Besonders Asien gewinnt dabei eine stetig wachsende Bedeutung. Während Russland und Indien traditionell gute Beziehungen pflegen und diese weiter ausgebaut haben, hat sich das russisch-chinesische Verhältnis durch die Lösung alter Spannungen stetig verbessert.

Abgesehen vom gemeinsamen Ziel, der weltpolitischen Dominanz des Westens etwas entgegenzusetzen, stehen vor allem Wirtschafts- und Rüstungsprojekte sowie russische Rohstofflieferungen im Vordergrund der Kooperation.

Dabei geht es vorwiegend um bestimmte Ausrüstungen für die russische Öl- und Gasindustrie, zudem wird verschiedenen russischen Finanzinstituten der Zugang zum Finanzmarkt erschwert.

Der Beschluss dieser Sanktionen erfolgt jeweils befristet für ein halbes Jahr letztmals bis Januar und bedarf der Einstimmigkeit der Mitgliedsländer.

Die aus der Sowjetzeit geerbten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den einzelnen Republiken erforderten eine neue rechtliche Form der Kooperation und der Integration.

Nach Einschätzung von Politologen hing ihre Entwicklung jedoch stark mit persönlichen Ambitionen Lukaschenkas zusammen, der Nachfolger Jelzins in einem künftigen Unionsstaat zu werden.

Bis verlief die weitere Integration sehr schleppend, viele Projekte wie die gemeinsame Währung wurden nicht umgesetzt. Die Beziehungen waren vielmehr von Energiekonflikten überschattet.

Zu den weiteren Zielen dieser Gemeinschaft zählt ein gemeinsamer Wirtschaftsraum und die Schaffung einer politischen Union , die für weitere Staaten des postsowjetischen Raumes offensteht.

Ein ambivalentes Verhältnis hat Russland mit der Ukraine. Trotz enger historischer und kultureller Verbindungen und einer fortbestehenden wechselseitigen Abhängigkeit, vor allem in den Energiefragen, haben geschichtsbezogene Meinungsverschiedenheiten vgl.

Holodomor sowie der erklärte Westkurs der Ukraine das Verhältnis schwer belastet. Vor allem westlich orientierte Regierungen der Ukraine wurden von Russland wiederholt unter Druck gesetzt, so zum Beispiel nach der Präsidentschaftswahl in der Ukraine , als es zum Russisch-ukrainischen Gasstreit kam.

Nach der Abwahl des russlandfreundlichen Politikers Wiktor Janukowytsch und dem Euromaidan , bei dem sich die Demonstranten für eine Westorientierung der Ukraine aussprachen, kam es zur Annexion der Krim durch Russland und zum Krieg in der Ukraine seit , wobei sogenannte Separatisten für eine Autonomie des Donbass kämpften.

Diese wurden durch Russland personell und militärisch unterstützt. Bereits im Jahr war in ukrainischen Medien offen über die Möglichkeit eines militärischen Angriffs durch Russland diskutiert worden.

Seit Mitte des Jahrhunderts bestand der Peterhof in Nowgorod als Handelsniederlassung der Hanse. Zu militärischen Auseinandersetzungen kam es seit dem Jahrhundert mit dem Schwertbrüderorden in Livland.

Der historische Beitrag Deutschlands wird daher bis heute in Russland anerkannt und geschätzt. Auch politisch blickten Deutschland und Russland bis zum Ende des Jahrhunderts auf lange Bündnistraditionen zurück.

Während der Napoleonischen Kriege kämpften Russen und Deutsche gemeinsam gegen die französische Fremdherrschaft. Jahrhunderts bestanden hatte, setzte sich in der Folge nach dem Wiener Kongress als Heilige Allianz fort.

Dem folgten schwere kriegerische Auseinandersetzungen im Jahrhundert, die in den Köpfen vieler Menschen nachwirken.

Die rechtliche Grundlage der Beziehungen des wiedervereinigten Deutschlands und der Russischen Föderation bilden der Vertrag über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit vom 9.

Ab entwickelte sich eine Beziehung besonderer Art zwischen beiden Ländern. Zum einen war die deutsche Seite dankbar für die friedliche Wiedervereinigung und die problemlose Abwicklung der Folgeauswirkungen, zum anderen fühlte sich Deutschland als Impulsgeber und Motor für eine stärkere Integration Russlands in europäische Strukturen und warb für Kredite und Investitionen in Russland.

Ab fanden jährlich bilaterale Regierungskonsultationen auf höchster Ebene unter Beteiligung beider Regierungen statt. Zwischen Deutschland und Russland entwickelte sich ein enger kultureller und bildungspolitischer Austausch.

Im April wurde eine gemeinsame Erklärung für eine strategische Partnerschaft auf dem Gebiet der Bildung, Forschung und Innovation unterzeichnet.

Ab gab es Koordinierungsbüros in Hamburg und Moskau für den bilateralen Schüler- und Jugendaustausch. Petersburg und seit Frühjahr in Nowosibirsk.

Daneben sind zahlreiche weitere deutsche Kulturmittler in Russland vertreten. Obwohl die Tendenz stieg, hatten trotz starker Wirtschaftsbeziehungen und eines bedeutenden Austausches zwischen den Zivilgesellschaften nur ein Drittel der Deutschen Russland als Partnerland vertraut.

Dies lässt sich auf die Rolle der Medien zurückführen, die einen entscheidenden Einfluss bei der Wahrnehmung Russlands haben vgl.

Durch die wirtschaftliche Stabilisierung nach der Jahrtausendwende und hohe Einkommen aus den Ölvorkommen verschwand dieses Bild allmählich.

Die Abkühlung der russisch-deutschen Beziehungen begann schon im Herbst , als der Bundestag eine Resolution mit Kritik an Russlands Innenpolitik verabschiedete.

Im Verlauf der Ukraine- und Krimkrise zeigte sich, dass russische Geheimdienste zunehmend versuchen, mittels gezielter Infiltration sozialer Netzwerke wie Facebook sowie der Kommentarbereiche westlicher, auch deutscher Onlinemedien betroffen sind etwa die Deutsche Welle und die Süddeutsche Zeitung , die öffentliche Meinung im Ausland zu Gunsten Russlands zu manipulieren.

Wie die Süddeutsche berichtet, sind zu diesem Zweck hunderte bezahlte Manipulatoren im Einsatz. Der Syrienkonflikt ist einer der wenigen internationalen Konflikte, in denen die russische Regierung eine zentrale Rolle spielt.

Dabei brachte ihre Verweigerungshaltung gegenüber jeglichen Versuchen, im Rahmen des UN-Sicherheitsrats internationalen Druck auf die Regierung Assad auszuüben, der russischen Regierung scharfe Kritik westlicher und regionaler Akteure ein und beschädigte das Ansehen Russlands in der arabischen Welt.

Russland nahm von Anfang an die klare Haltung ein, dass die Kämpfe zwischen Regierung und Opposition nur innersyrisch zu lösen sei.

Dies sei erstens durch ergebnisoffene Verhandlungen zwischen beiden Seiten zu erreichen und sollte zweitens ohne externe Einmischung geschehen, sei es durch Waffenlieferung an die Rebellen oder durch militärische Intervention.

Dementsprechend blockierte Russland nicht nur Resolutionsentwürfe im UN-Sicherheitsrat, die Sanktionen vorgesehen hätten Oktober , Juli , sondern auch solche, die lediglich die Gewaltanwendung durch die syrische Regierung verurteilt hätten, ohne dass zugleich die Regimegegner ebenfalls verurteilt und zum Gewaltverzicht aufgerufen würden Februar Die Führung Russlands gibt vor, damit eine neutrale Haltung einzunehmen.

Jedoch unterstützt die russische Regierung die Regierung Assads auf vielfältige Weise. Erstens stützt man auf internationaler Bühne die Legitimationsstrategie der syrischen Führung.

SA Greyhound ] und Helikopter. Russland verweist darauf, dass die Exporte nach internationalem Recht zulässig seien. Als verlässlicher Exporteur — so die russische Rechtfertigung — sei die russische Regierung daher verpflichtet, bestehende Verträge zu erfüllen.

Drittens hilft die russische Regierung der Regierung Assad auch, indem sie Banknoten für die syrische Regierung druckt.

Die Motive der russischen Syrienpolitik gehen über materielle Interessen hinaus. Sie betreffen grundlegende Fragen der internationalen Ordnung und regionalen Machtbalance, aber auch konkrete sicherheitspolitische Risiken für Russland selbst.

Es geht um konträre Ansichten zur Ausgestaltung der internationalen Ordnung und den Anspruch Russlands, diese mitzubestimmen. Dahinter steht eine traditionelle Interpretation staatlicher Souveränität.

Diese hat auch eine innenpolitische Begründung. September wurde vereinbart, dass die syrische Regierung zunächst binnen einer Woche das gesamte Giftgasarsenal offenlegen muss und den UN-Inspektoren uneingeschränkten Zugang zu den Lagerstätten gewähren.

Humanitäre Hilfe leistet Russland in dem Konflikt hingegen kaum, [] so stellte die Regierung im Jahr für das UN-Hilfsprogramm zur Versorgung der rund 4 Millionen Syrer, die vor dem Krieg in die Nachbarländer geflohen sind, bislang einen Betrag von Im Jahr wurde kein einziger Syrer in Russland offiziell als Flüchtling anerkannt, Asylsuchende wurden geduldet.

Von internationalen Bürgerrechtsorganisationen und dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland werden die Einschränkungen der Pressefreiheit seit dem Jahr kritisiert.

Die staatliche Einflussnahme im Bereich des Fernsehens ist komplett, alle landesweit sendenden TV-Stationen sind entweder direkt in staatlichem Besitz oder unter staatlicher Kontrolle.

Im Radiobereich ist die Situation ähnlich. Offiziell gibt es keine Zensur durch die Regierung — durch die Eigentumsverhältnisse ist die Zensur in den Köpfen der Leute.

Der Staat schütze die Bürger nicht, klagte die Nowaja Gaseta sowie die geflüchtete Julija Latynina [] [] und wiederholt kursierten Listen mit Adressangaben von Oppositionellen im Internet.

Homosexualität in Russland ist weitgehend tabuisiert. Unter dem Vorwand der Extremismusbekämpfung werden die Freiheiten religiöser Minderheiten stark eingeschränkt.

Auf der Krim hat sich die Menschenrechtslage seit der Besetzung durch Russland erheblich verschlechtert. Die Überprüfung von Bürgerrechten , z.

Ein Durchbrechen der Korruptionsketten sei auch deshalb kaum möglich, weil saubere Beamten kein Geld nach oben abgeben können und deshalb aus dem Amt gedrängt werden oder Posten für ehrliche Beamte wegen Ablösesummen erst gar nicht zugänglich seien, schreibt Jens Siegert.

Das sollte sich schnell ändern. Putin ging sofort daran, die bis dahin zwar nicht autonom agierenden, aber von unterschiedlichen Machtzentren kontrollierten Bereiche der russischen politischen Öffentlichkeit systematisch der Regierung zu unterwerfen.

Hinter diesem Vorgehen steckt die Überzeugung, dass der russische Staat in den er-Jahren kurz vor dem Zerfall gestanden habe und dass das ursächlich mit der Schwäche der Zentralmacht zusammengehangen habe.

Bei dieser Versammlung wurden ausgewählte Themen diskutiert. Allerdings wurden aus Regierungssicht nicht konstruktive NGOs, die sich nicht einfach unterordnen wollten, ausgeschlossen.

Dies wurde auch beim Machtwechsel in der Ukraine vermutet. Putin drückte das am Mai in seiner alljährlichen Ansprache vor beiden Parlamentskammern so aus:.

Aber längst nicht alle orientieren sich daran, die wirklichen Interessen der Menschen zu verteidigen. Für einen Teil dieser Organisationen ist es zu vorrangigen Aufgabe geworden, Finanzierung von einflussreichen ausländischen Stiftungen zu bekommen, für andere, zweifelhafte Gruppen und kommerzielle Interessen zu bedienen.

Gleichzeitig interessieren sie die dringendsten Probleme des Landes und seiner Bürger nicht. Sich dagegen zu beschweren, ist in einer hoch korrupten Gesellschaft, wie der russischen, in der Beschwerde- und Berufungsinstanzen insbesondere gegen staatliches Handeln, etwa Gerichte, nur sehr eingeschränkt funktionieren mit hohem administrativen Aufwand verbunden.

Als ein Fall der Anwendung dieses Gesetzes wurde der Entzug des Abgeordnetenmandates des Jabloko -Politikers Lew Schlosberg bekannt, der von den Beisetzungen wohl in der Ukraine gefallener russischer Soldaten berichtet hatte.

In Russland gilt eine allgemeine Wehrpflicht für wehrfähige Männer ab 18 bis maximal 27 Jahren. Da die wehrpflichtigen Soldaten früher auch in Krisengebieten wie Tschetschenien eingesetzt wurden und es im Rahmen der Dedowschtschina nicht selten zu Misshandlungen von jungen Rekruten durch Vorgesetzte kommt, gibt es in der Bevölkerung, besonders durch die Mütter Wehrpflichtiger, immer wieder Kritik an der Wehrpflicht.

Die Stärke der Streitkräfte betrug 1. Die schon ab massiv gestiegenen [] Rüstungsausgaben Russlands hatten sich noch von bis verdoppelt [] und sollen ab rund ein Fünftel der gesamten Staatsausgaben betragen.

Elemente dieser Militärreform waren: Vorrang der konventionellen vor der nuklearstrategischen Rüstung, personelle Verkleinerung der Armee auf Vorgesehen war, für die Modernisierung der Armee und die Instandsetzung von Waffen und Militärtechnik bis Vorlage: Im Jahr wurden neue Raketen für die Nuklearstreitkräfte angekündigt.

Ihr Oberbefehlshaber, ein Armeegeneral, ist gleichzeitig Stellvertreter des Innenministers. Sie sind mit Schützenpanzern und eigener Artillerie ausgerüstet.

Daneben gibt es die rund Mit der Unterschrift Präsident Putins trat am Der russische Föderalismus ist sehr asymmetrisch geprägt, da das föderale System eine Kombination aus ethnoföderalen Republiken und territorial-föderalen Gebieten darstellt.

Dass die Völkerrechtssubjekte Krim und Sewastopol zu Russland gehören, ist international nicht anerkannt. Die Republiken wurden nach den jeweils dominierenden nichtrussischen Volksgruppen definiert, wenngleich ihre Grenzen nicht immer mit den ethnischen übereinstimmen, während die Gebiete in den übrigen, mehrheitlich von Russen bewohnten Teilen des Landes nach rein administrativen Gesichtspunkten gebildet wurden.

Territorien, in denen kleinere nichtrussische Minderheiten leben, erhalten den niedrigeren Rang eines Autonomen Gebietes, beziehungsweise Autonomen Kreises.

Bezogen auf Bevölkerung, Fläche und relativen Wohlstand unterscheiden sich die Föderationssubjekte mitunter erheblich. Obwohl alle Föderationsobjekte formal gleichgestellt sind, sind nur die Republiken berechtigt, eine eigene Verfassung zu erlassen.

Sie können zudem internationale Verträge unterzeichnen, solange sich diese an die russische Verfassung halten.

Besonderheiten der Republiken bestehen zudem in der traditionellen Namensgebung, der Anzahl der Abgeordneten in Regionalparlamenten und spezifischen Gesetzgebungskompetenzen.

Sie verfügen nur über Statuten anstelle von Verfassungen. An der Spitze der Republiken steht meist ein Präsident.

Die übrigen Föderationssubjekte werden von dem Leiter der Administration geführt, dem Gouverneur. Die gesetzgebenden Körperschaften in den Republiken sind sowohl Einkammer- als auch Zweikammersysteme.

In den Gebieten besteht die parlamentarische Vertretung nur aus einer Kammer. Seit werden die Republikpräsidenten und Gouverneure nicht mehr von der Bevölkerung, sondern vom regionalen Parlament gewählt.

Die Kandidaten schlägt der Präsident vor. Ziel dieser Reform war die Stärkung der vertikalen Machtverteilung und eine Verschärfung der Kontrolle über die regionalen Machthaber.

Die Einwohnerzahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf die Volkszählung vom 9. Im Jahr wurde zudem der Föderationskreis Nordkaukasus , durch Ausgliederung aus dem Föderationskreis Südrussland , als achter Föderationskreis geschaffen.

Die Krim bildete nach ihrem umstrittenen Beitritt zur Föderation ab dem März einen eigenen neunten Föderationskreis, der per Juli aufgelöst und dem Föderationskreis Südrussland angeschlossen wurde.

Neben den genannten zwei hierarchischen föderalen Ebenen 1. Föderationssubjekt gibt es noch eine dritte eigenständige Verwaltungsebene, die der kommunalen Selbstverwaltung Rajon.

Deren administrative Leiter werden von der Bevölkerung direkt gewählt. Die Regionen sind gegenüber den kommunalen Selbstverwaltungsorganen administrativ höherstehend und weisungsberechtigt.

Russland ist ein entwickeltes Industrie- und Agrarland. Das Land ist zudem Gründungsmitglied der seit dem 1. Januar existierenden Eurasischen Wirtschaftsunion.

Die führenden Industriebranchen sind Maschinenbau sowie die Eisen- und Nichteisenmetallverarbeitung.

Gut entwickelt sind auch die chemische und petrolchemische Industrie sowie die Holz- , Leicht- und Nahrungsmittelindustrie.

Das russische Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr ca. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf betrug im selben Jahr 8. Auf den industriellen Sekundärsektor entfallen rund 32,7 Prozent, auf den Agrarsektor Bauwirtschaft und Landwirtschaft 4,7 Prozent.

Russland belegte Platz 19 in der Rangliste der Länder nach totalem Privatvermögen, einen Platz vor Indonesien und einen hinter Schweden.

Russland war das Land mit der fünfthöchsten Anzahl an Milliardären insgesamt Die sogenannten Oligarchen im Land sind teilweise zum Symbol für korrupte Strukturen und Ungleichheit geworden.

Die Gesamtzahl der Beschäftigten beträgt 73,5 Millionen In der Landwirtschaft waren 10 Prozent, im Dienstleistungsbereich 22 Prozent und im öffentlichen Sektor nochmals 22 Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt.

Im Jahr sagte die russische Vize-Premierministerin Olga Golodez, nur 48 Millionen statt 86 Millionen Arbeitsfähige seien für die Regierung sichtbar [] , je nach Schätzung macht die Schattenwirtschaft die Hälfte der Wirtschaftsleistung aus.

Kleine und mittlere Betriebe leisteten ein Fünftel, wohingegen die staatlichen Konzerne 70 Prozent beitrugen. Die Steuermoral lag angesichts der bekannten korrupten Ausschweifungen der Politiker darnieder.

Allerdings werden der russischen Wirtschaft auch grundsätzliche strukturelle Probleme bescheinigt. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Russlands nach der Auflösung der Sowjetunion war zunächst von einem drastischen Einbruch der Produktion geprägt.

Dazu trug der Wegfall eingespielter Handelsbeziehungen im Verbund der Sowjetunion bei. Der Übergang von der Planwirtschaft zu einer marktwirtschaftlichen Ordnung war schwierig und gelang nur in Teilbereichen.

Insgesamt verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt um gut 40 Prozent. Russland musste die Bedienung seiner Staatsschulden einstellen und die Dollarbindung des Rubel aufgeben.

Dies änderte sich unter der Präsidentschaft von Wladimir Putin. Um die politische Kontrolle im Staat wieder zu erlangen, stärkte er den Staatsapparat auf Kosten des Einflusses der Oligarchen.

Das Modell, das sich unter Putin bis in Russland entwickelte, trug Züge einer korporatistischen Wirtschaft unter Führung des Staates.

Im Jahr waren per Gesetz sechs Institutionen eingeführt worden, welche in strategisch wichtigen Bereichen die Staatsaktivitäten bündeln.

Diese Staatsholdings unterstehen keiner Behörde, sondern allein dem Präsidenten. An diesen durch Gesetz geschaffenen Staatskonglomeraten wird auch kritisiert, dass Staatseigentum oder Staatsmittel zur Gründung verwendet worden waren und so zu einer versteckten Privatisierung führten.

Dabei wurden Missbrauch und Ineffizienz festgestellt. In den ersten vier Jahren von Putins Präsidentschaft folgte die Einführung einer Flatrate bei der Einkommensteuer vgl.

Um von den Einnahmen des Energiesektors zu profitieren, wurden private Unternehmen aus diesem Bereich zurückgedrängt. So wurden beispielsweise im Bereich des Maschinen- und Automobilbaus private Unternehmen von Staatsbetrieben übernommen und durch Subventionen gestützt, um diesen für Russland wichtigen Branchen Zeit für eine Modernisierung zu geben.

Dies brachte eine zweistellige Inflationsrate mit sich. Das von Präsident Putin gesetzte Ziel, das Bruttoinlandsprodukt innert zehn Jahren zu verdoppeln, sollte mittels staatlichem Ausgabenprogramm erreicht werden.

Dafür wurden Gehälter im öffentlichen Dienst sowie Renten , sonstige Sozialleistungen und Ausgaben für den Wohnungsbau erhöht. Möglich wurde das Sozialprogramm durch den Ölboom, der dem Staat hohe Mehreinnahmen bescherte.

Durch die Mehreinnahmen konnte Putin die Auslandsverschuldung zurückfahren, die noch Mrd. Ein Teil der Öleinnahmen floss seit in einen nationalen Stabilisierungsfonds , der die Auswirkungen schwankender Rohstoffpreise auf Wirtschaft und Staatshaushalt mindern sollte und mögliche inflationäre Tendenzen auf Grund hereinströmender Petro-Gelder abschwächen sollte.

Der gegründete Stabilisierungsfonds wurde in den Reservefonds zur Abfederung evtl. Der Wohlstandsfonds betrug 68,4 Mrd. Euro, der Reservefonds 19,9 Mrd.

Die russische Wirtschaft hatte sich vom Produktionseinbruch im Zuge der Finanzkrise des Jahres rasch erholt, da die eingetretene deutliche Abwertung des Rubels der russischen Wirtschaft Auftrieb verschaffte.

Durch die Abwertung wurden ausländische Güter verteuert. In Russland hergestellte Produkte wurden auf dem Inlandsmarkt wettbewerbsfähiger.

Trotz kräftig gestiegener Investitionen wurde in Russland im internationalen Vergleich zu wenig investiert. Investoren kritisierten fehlende Rechtssicherheit, weit verbreitete Korruption , eine überbordende Bürokratie und die geringe Leistungsfähigkeit des russischen Bankensystems.

Aufgrund des drastischen Preisverfalls beim Erdöl und Erdgas sanken die Staatseinnahmen. Die weltweite Finanzkrise hatte Russland hart getroffen.

Die Pflichteinlagen bei der Zentralbank wurden hochgeschraubt, Banken bekamen staatliche Hilfen.

Das Kollegium wird als Gemeinschaft erlebt und es ist sehr wichtig, diese Gruppenorientierung zu stärken. Vetternwirtschaft Nepotismus bei der Stellen- oder Auftragsvergabe ist dabei eine Nebenwirkung.

Bildungsnahe, ehrgeizige und kritische Menschen suchten nach dem markanten Bruch mit der westlichen Welt vermehrt Lebensmöglichkeiten im Ausland; die Duma diskutierte gar ein Verbot von Fremdsprachenunterricht, weil dieser die Abwanderung fördere.

Russlands Geschichte erlebte seit ihrem Beginn im 9. So ist die russische Geschichte eine Eigenentwicklung, die sich von der Entwicklung seiner Nachbarn in Europa deutlich unterscheidet.

Ursächlich dafür ist ein ständiges In- und Gegeneinanderspiel typisch russischer Merkmale aus sozialen Begebenheiten und geographischen Einflüssen, die seine Geschichte auf weiten Strecken begleiteten.

Dazu trug das Fehlen von natürlichen Grenzen bei, was Russland im Wechselspiel mit der Erfahrung fremder Einfälle dazu veranlasste, die Grenzen so weit auszudehnen, bis natürliche Grenzen einen wirksamen Schutz bilden konnten vgl.

Die Spannung zwischen wirtschaftlichen Notwendigkeiten und der Bewältigung bzw. Nichtbewältigung durch die jeweils herrschenden Gruppen gehört ebenso zu den Konstanten der russischen Geschichte.

Beispielhaft zu nennen sind die Nichtbewältigung der sozialen Unruhen im Zuge des Industriezeitalters mit ihren Höhepunkten in der Revolution , der Februar- und der Oktoberrevolution oder die Bewältigung der wirtschaftlichen Umbrüche im Zuge der Übernahme der Marktwirtschaft der er-Jahre.

Die aus der byzantinischen Orthodoxie übernommenen Denkweisen führten zu Spannungen mit modernistischen Tendenzen und begründeten das markante Spannungsverhältnis zwischen Beharrung und Fortschritt , das sich z.

Aufgrund der fehlenden römischen Rechtstradition fehlte lange Zeit ein Widerstandsrecht gegen herrscherliche Übergriffe, so dass die Beziehung zwischen Staatsgewalt und der wirtschaftlichen und politischen Freiheit des Einzelnen belastet blieb.

Dies zeigte sich besonders im An diese Vorstellungen des Kollektivs knüpften im Jahrhundert Marxisten und Sozialisten an und setzte diese in der Sowjetunion fort.

Der Ausgleich zwischen zentralistischer und dezentraler Herrschaft war in der Geschichte Russlands ein konstantes Problem. Insbesondere in Übergangszeiten z.

Auf diese Form geht der heutige russische Landesname Rossija zurück. Die früheste Geschichte des europäischen Russlands zur Geschichte des asiatischen Teils siehe Geschichte Sibiriens ist im Norden geprägt von finno-ugrischen Völkern und Balten , im Süden von den indogermanischen Steppenvölkern des Kurganvolks , der Kimmerer , Skythen , Sarmaten und Alanen ; später kamen hier noch Griechen , Goten , Hunnen und Awaren hinzu.

In die Mitte, zwischen Dnepr und Bug , kamen die slawischen Völker, die sich ab dem 6. Jahrhundert auch nach Norden und Osten auszudehnen begannen.

Jahrhundert befuhren skandinavische Wikinger die osteuropäischen Flüsse und vermischten sich später mit der slawischen Mehrheitsbevölkerung.

Im südlichen Steppengebiet und an der Wolga waren hingegen Reiche der aus Asien eingeströmten Turkvölker der Chasaren und Wolgabulgaren entstanden, mit denen die Rus Handel trieben, aber auch Kriege führten.

Aufgrund des ungünstigen Senioratsprinzips bei der Regelung der Erbfolge begann die Kiewer Rus im Jahrhundert zu zerfallen, was es den ab einfallenden Mongolen erleichterte, die zerstrittenen russischen Fürstentümer zu unterwerfen.

Mit der Errichtung der Mongolenherrschaft trat Osteuropa von bis zur Mitte des Die mongolische Fremdherrschaft führte demnach für zwei Jahrhunderte zu einem Abbruch der Beziehungen zum Westen und förderte die Abkapselung des orthodoxen Russlands.

Die russischen Fürstentümer lagen im Machtbereich der Goldenen Horde , konnten jedoch eine gewisse innere Autonomie bewahren. Unter den zersplitterten und verfeindeten russischen Fürstentümern erwies sich das kleine und unbedeutende Fürstentum Moskau als das durchsetzungsstärkste.

Unter Dmitri Donskoi , der verschiedene russische Fürstentümer einen konnte, wurde im Jahre ein wichtiger Sieg über die Goldene Horde in der Schlacht auf dem Schnepfenfeld erzielt.

Jahrhundert beherrschten westlichen Teil der Rus aus. Dies führte zu langanhaltenden Kriegen im Jahrhundert mit Polen und Litauen vgl.

Sein Enkel Iwan IV. Unter der Herrschaft Iwans IV. Jahrhundert bis an den Pazifik brachte. An der Wende zum Napoleon endgültig besiegen und zur Abdankung zwingen konnten.

Aufgrund der festgefahrenen gesellschaftlichen Strukturen wie der Autokratie und der Leibeigenschaft konnte das agrarisch geprägte Reich jedoch mit den sich rasant entwickelnden Industriestaaten immer weniger Schritt halten.

Diese forderte ihren Anteil an der Verfügung über die Staatseinnahmen und die Mitverantwortung für die öffentlichen Angelegenheiten. Sie verstanden unter politischer Freiheit kein moralisches Ziel, sondern meinten damit die Freiheit der materiellen Entfaltung und gerechte Besteuerung.

Eine Anpassung der Verfassungswirklichkeit des Staates, der die Mittelschicht näher eingebunden hätte, fand aber nicht statt.

Stattdessen flammte der Terror wieder auf. Allerdings war Zar Nikolaus II. Die anfänglichen Erfolge, vor allem gegen Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich , wurden bald abgelöst von einem Stellungskrieg, bis die Moral der russischen Soldaten nachgab und die Front zusammenbrach.

Nach blutiger Niederschlagung der Demonstranten stürmten diese den Winterpalast und der Kaiser wurde zum Abdanken gezwungen. Nach der Februarrevolution erlangten die Frauen in Russland das aktive und passive Wahlrecht.

Sie waren sowohl an den Wahlen zu den Sowjets als auch zu den Stadt dumas zugelassen. Dezember wurde der Zusammenschluss der sowjetischen Sozialistischen Republiken zur Sowjetunion beschlossen und eine staatlich kontrollierte Wirtschaftspolitik ausgerufen.

Die Sowjets wurden als Eigentümer von Boden und Produktionsmitteln erklärt. Lenins Tod am Januar führte zu einem erbitterten Nachfolgekampf, in dem sich Josef Stalin gegen Leo Trotzki durchsetzte.

Stalin festigte seine Macht durch gezielten Terror. Seit wurde die staatliche Wirtschaft Fünfjahresplänen unterworfen, die Industrialisierung und Infrastruktur, speziell im asiatischen Teil des Landes, vorangetrieben und die Landwirtschaft kollektiviert.

Im August schloss die Sowjetunion einen Nichtangriffspakt mit Deutschland , der in einem geheimen Zusatz auch eine einvernehmliche Aufteilung Osteuropas zwischen beiden Parteien aufnahm.

Dies ermöglichte Hitler Anfang September den geplanten Angriffskrieg gegen Polen, der mit einem sowjetischen Angriff gegen Ostpolen Mitte September abgestimmt war.

Nach dem Überfall des Deutschen Reiches am In diesen Ländern blieben Hunderttausende sowjetischer Soldaten stationiert. Der Kalte Krieg dominierte bis die Weltpolitik.

Kurz vor der bevorstehenden Unterzeichnung eines neuen Unionsvertrages putschten konservative Kommunisten im Augustputsch in Moskau gegen Gorbatschow, um die Unterzeichnung des Unionsvertrages sowie weitere Reformen zu verhindern.

In der russischen Verfassungskrise löste Jelzin per Ukas den Volksdeputiertenkongress sowie den Obersten Sowjet Russlands auf, die sich seinen Bemühungen und den Resultaten einer Volksbefragung am April widersetzt hatten, Wirtschaftsreformen durchzusetzen.

Bei der gewaltsamen Niederschlagung eines weiteren Aufstandes gegen ihn am 3. Oktober gab es in Moskau Tote. Im Dezember billigte die russische Bevölkerung per Volksabstimmung die neue Verfassung der Russischen Föderation Zweikammersystem , Präsidialverwaltung.

Dabei gelangten wertvolle Unternehmen in die Hände von Leuten, die gute Beziehungen zu Herrschenden hatten bzw. Im Oktober waren 2.

Wegen Nichtzahlung von Löhnen und Gehältern kam es zu gesamtwirtschaftlich folgenschweren Streiks, z. Insbesondere in der Übergangszeit nahmen aufgrund des Erstarkens regionaler Autonomien nach dem Ende der stark zentralistischen Sowjetzeit zentrifugale Strömungen an den Rändern des Landes zu.

Die chaotischen Jahre unter Jelzin verunsicherten viele Menschen. Die Geburtenrate war niedrig; Kriminalität, Alkoholismus etc.

Margareta Mommsen als in jeder Hinsicht unvereinbar mit Vorstellungen einer eigenständigen Rolle des Parlaments, von wechselnden parlamentarischen Mehrheiten sowie vom freien Wettbewerb politischer Parteien gesehen.

März einen Beitrittsantrag an Russland gestellt hatten. März stellte auch Transnistrien einen Beitrittsantrag. Diese wurden durch den kommunistisch dominierten Volksdeputiertenkongress blockiert.

Präsident Boris Jelzin griff deswegen zu harten und verfassungswidrigen Mitteln und löste den Volksdeputiertenkongress im Herbst durch den Einsatz des Militärs auf.

Es wurde eine Verfassung geschaffen, die den Präsidenten weitgehend der Kontrolle von Volk und Parlament entzog.

Die gültige Verfassung der Russischen Föderation wurde am Dezember durch eine Volksabstimmung angenommen und trat am Dezember in Kraft.

Sie stellt einen Bruch mit der sowjetischen Vergangenheit dar. Menschenrechte und Freiheitsrechte wie Rede-, die Presse- und die Reisefreiheit sind die höchsten Werte.

In der seither umgesetzten Praxis wird wegen der Einschränkung von Grundrechten Russland als Gelenkte Demokratie bezeichnet oder aber mit dem Fachbegriff Autoritarismus umschrieben.

Die Kluft zwischen Rhetorik und Handlungen in diesen Sphären ist eklatant. Die Bilanz der Ära Jelzin war gespalten: Zwar konnten in Russland demokratische und liberale Reformen eingeführt werden.

Hinzu kam, dass der mit der Privatisierung verbundene Gang an die Börse von der internationalen Finanzkrise ab überschattet wurde.

Während neun Aktiengesellschaften an der internationalen Londoner Börse neues Kapital einwerben konnten, gelang auf dem Höhepunkt der Krise mit RusHydro nur noch einem russischen Unternehmen der Gang an die Börse.

Russland ist nach der Verfassung vom So ist das Staatsoberhaupt der Präsident Russlands , der vom Volk für jeweils sechs Jahre direkt gewählt wird.

Der Präsident gehört unmittelbar keiner der drei Staatsgewalten an, sichert aber ihr Funktionieren und Zusammenwirken.

Die Haupteinwirkungsform des Präsidenten ist das Dekret, mit dem er jeden Sachverhalt mit unmittelbarer Rechtswirkung regeln kann.

De facto stellt das politische System Russlands eine Mischung aus instabilen demokratischen Institutionen und autoritären Praktiken dar.

Der Präsident Russlands schlug ab bis Mai die Gouverneure vor — die Regionalparlamente konnten diese nur noch bestätigen.

Die Gouverneure wiederum ernannten seit anstelle der regionalen Parlamente die Vertreter für den Föderationsrat und auch lokale Vertreter wie Bürgermeister.

Diese gaukeln demokratische Verhältnisse lediglich vor. Es bildeten sich Hunderte von politischen Gruppierungen, Splittergruppen, Bewegungen und Parteien, die ein breites politisches Spektrum von Monarchisten bis hin zu Kommunisten abdecken.

Die russischen Parteien sind eher schwach und verfügten selten über eine stabile Identität. Die russische Regierung unterstützte seit den Wahlen zur Staats duma jeweils eine neue, eigene Hausmacht.

Erst ab der Jahrtausendwende kristallisierten sich einige wenige Parteien als weitgehend stabil heraus. Diese stellen inzwischen gesellschaftliche Netzwerke dar, die spezifische Wählergruppen mobilisieren können.

Das gegenwärtige russische Parteiensystem ist das Ergebnis umfassender Veränderungen unter Putin. Er erhöhte die Zahl der Mindestmitgliederschaft für eine Registrierung, wodurch sich die Anzahl der erlaubten Parteien bis auf sieben reduzierte.

Im Zuge der Demonstrationen zur Parlamentswahl im Dezember wurde ein neues Parteiengesetz verabschiedet, das die Zulassung neuer Parteien ab einer Mitgliederzahl von Personen vorsieht bisher Diese Erleichterungen der Auflagen zieht das Aufkommen vieler neuer Parteien nach sich.

Dazu hat bisher vor allem die Wechselkurspolitik der russischen Zentralbank beigetragen. Um eine rasche Aufwertung des Rubels mit einer Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit russischer Produzenten zu verhindern, intervenierte sie am Devisenmarkt.

Die umlaufende Rubelgeldmenge stieg stark an. Im Zuge der Internationalen Wirtschaftskrise verlor der Rubel im zweiten Halbjahr rund 20 Prozent seines Wertes gegenüber dem Euro, [] stabilisierte sich aber seither.

Durch die Dollarschwäche übernimmt aber zunehmend der Euro dessen Bedeutung. Da die Verwendung von Drittwährung in Russland nicht erlaubt ist, wurde dennoch in Rubel gezahlt.

Diese Praxis ist aber seit Januar verboten. Wegen häufiger Bankeninsolvenzen und Finanzkrisen sind viele Russen dazu übergegangen, ihre Ersparnisse als Bargeld in Euro- und Dollar-Scheinen oder in Immobilien anzulegen.

Der Staatshaushalt umfasste Ausgaben von umgerechnet ,6 Mrd. Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet ,5 Mrd.

Angekündigt ist auch eine weitere Steigerung der Sozialausgaben. Somit werden die Ausgaben tendenziell weiter steigen, was aufgrund einer geringen Verschuldungsquote kein Problem darstellt.

Nach dem Ende der Sowjetunion ist Russland darum bemüht, seinen Einfluss in der Welt, aber insbesondere in seiner direkten Nachbarschaft zu konsolidieren.

Russland ist in eine Anzahl regionaler Konflikte verstrickt, von denen viele kriegerischen Charakter haben und nur teilweise oder noch gar nicht gelöst wurden — darunter die Tschetschenienkriege bis , die Kriege um Abchasien und Südossetien Georgienkrieg , der Konflikt in Transnistrien und zuletzt der Krieg in der Ukraine und die Besetzung der Krim.

Seinen Einfluss generiert Russland daneben über die militärischen Streitkräfte derzeit ca. Darüber hinaus bestehen jedoch enorme Schwierigkeiten, dem eigenen Anspruch gerecht zu werden.

Dies rührt insbesondere aus der ökonomischen Schwäche her. Daneben verfügt es im Gegensatz zur Sowjetunion nicht mehr über ein attraktives Herrschafts- und Kultursystem.

Die Möglichkeit, militärische Macht in politischen Einfluss umzuwandeln, ist auf Russlands unmittelbare Umgebung beschränkt. Selbst besteht die Führung Russlands aber auf dem Recht, unilateral handeln zu dürfen, was das Verhalten im Georgienkrieg belegt.

Besonders Asien gewinnt dabei eine stetig wachsende Bedeutung. Während Russland und Indien traditionell gute Beziehungen pflegen und diese weiter ausgebaut haben, hat sich das russisch-chinesische Verhältnis durch die Lösung alter Spannungen stetig verbessert.

Abgesehen vom gemeinsamen Ziel, der weltpolitischen Dominanz des Westens etwas entgegenzusetzen, stehen vor allem Wirtschafts- und Rüstungsprojekte sowie russische Rohstofflieferungen im Vordergrund der Kooperation.

Dabei geht es vorwiegend um bestimmte Ausrüstungen für die russische Öl- und Gasindustrie, zudem wird verschiedenen russischen Finanzinstituten der Zugang zum Finanzmarkt erschwert.

Der Beschluss dieser Sanktionen erfolgt jeweils befristet für ein halbes Jahr letztmals bis Januar und bedarf der Einstimmigkeit der Mitgliedsländer.

Die aus der Sowjetzeit geerbten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den einzelnen Republiken erforderten eine neue rechtliche Form der Kooperation und der Integration.

Nach Einschätzung von Politologen hing ihre Entwicklung jedoch stark mit persönlichen Ambitionen Lukaschenkas zusammen, der Nachfolger Jelzins in einem künftigen Unionsstaat zu werden.

Bis verlief die weitere Integration sehr schleppend, viele Projekte wie die gemeinsame Währung wurden nicht umgesetzt.

Die Beziehungen waren vielmehr von Energiekonflikten überschattet. Zu den weiteren Zielen dieser Gemeinschaft zählt ein gemeinsamer Wirtschaftsraum und die Schaffung einer politischen Union , die für weitere Staaten des postsowjetischen Raumes offensteht.

Ein ambivalentes Verhältnis hat Russland mit der Ukraine. Trotz enger historischer und kultureller Verbindungen und einer fortbestehenden wechselseitigen Abhängigkeit, vor allem in den Energiefragen, haben geschichtsbezogene Meinungsverschiedenheiten vgl.

Holodomor sowie der erklärte Westkurs der Ukraine das Verhältnis schwer belastet. Vor allem westlich orientierte Regierungen der Ukraine wurden von Russland wiederholt unter Druck gesetzt, so zum Beispiel nach der Präsidentschaftswahl in der Ukraine , als es zum Russisch-ukrainischen Gasstreit kam.

Nach der Abwahl des russlandfreundlichen Politikers Wiktor Janukowytsch und dem Euromaidan , bei dem sich die Demonstranten für eine Westorientierung der Ukraine aussprachen, kam es zur Annexion der Krim durch Russland und zum Krieg in der Ukraine seit , wobei sogenannte Separatisten für eine Autonomie des Donbass kämpften.

Diese wurden durch Russland personell und militärisch unterstützt. Bereits im Jahr war in ukrainischen Medien offen über die Möglichkeit eines militärischen Angriffs durch Russland diskutiert worden.

Seit Mitte des Jahrhunderts bestand der Peterhof in Nowgorod als Handelsniederlassung der Hanse. Zu militärischen Auseinandersetzungen kam es seit dem Jahrhundert mit dem Schwertbrüderorden in Livland.

Der historische Beitrag Deutschlands wird daher bis heute in Russland anerkannt und geschätzt. Auch politisch blickten Deutschland und Russland bis zum Ende des Jahrhunderts auf lange Bündnistraditionen zurück.

Während der Napoleonischen Kriege kämpften Russen und Deutsche gemeinsam gegen die französische Fremdherrschaft. Jahrhunderts bestanden hatte, setzte sich in der Folge nach dem Wiener Kongress als Heilige Allianz fort.

Dem folgten schwere kriegerische Auseinandersetzungen im Jahrhundert, die in den Köpfen vieler Menschen nachwirken. Die rechtliche Grundlage der Beziehungen des wiedervereinigten Deutschlands und der Russischen Föderation bilden der Vertrag über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit vom 9.

Ab entwickelte sich eine Beziehung besonderer Art zwischen beiden Ländern. Zum einen war die deutsche Seite dankbar für die friedliche Wiedervereinigung und die problemlose Abwicklung der Folgeauswirkungen, zum anderen fühlte sich Deutschland als Impulsgeber und Motor für eine stärkere Integration Russlands in europäische Strukturen und warb für Kredite und Investitionen in Russland.

Ab fanden jährlich bilaterale Regierungskonsultationen auf höchster Ebene unter Beteiligung beider Regierungen statt.

Zwischen Deutschland und Russland entwickelte sich ein enger kultureller und bildungspolitischer Austausch.

Im April wurde eine gemeinsame Erklärung für eine strategische Partnerschaft auf dem Gebiet der Bildung, Forschung und Innovation unterzeichnet.

Ab gab es Koordinierungsbüros in Hamburg und Moskau für den bilateralen Schüler- und Jugendaustausch. Petersburg und seit Frühjahr in Nowosibirsk.

Daneben sind zahlreiche weitere deutsche Kulturmittler in Russland vertreten. Obwohl die Tendenz stieg, hatten trotz starker Wirtschaftsbeziehungen und eines bedeutenden Austausches zwischen den Zivilgesellschaften nur ein Drittel der Deutschen Russland als Partnerland vertraut.

Dies lässt sich auf die Rolle der Medien zurückführen, die einen entscheidenden Einfluss bei der Wahrnehmung Russlands haben vgl.

Durch die wirtschaftliche Stabilisierung nach der Jahrtausendwende und hohe Einkommen aus den Ölvorkommen verschwand dieses Bild allmählich. Die Abkühlung der russisch-deutschen Beziehungen begann schon im Herbst , als der Bundestag eine Resolution mit Kritik an Russlands Innenpolitik verabschiedete.

Im Verlauf der Ukraine- und Krimkrise zeigte sich, dass russische Geheimdienste zunehmend versuchen, mittels gezielter Infiltration sozialer Netzwerke wie Facebook sowie der Kommentarbereiche westlicher, auch deutscher Onlinemedien betroffen sind etwa die Deutsche Welle und die Süddeutsche Zeitung , die öffentliche Meinung im Ausland zu Gunsten Russlands zu manipulieren.

Wie die Süddeutsche berichtet, sind zu diesem Zweck hunderte bezahlte Manipulatoren im Einsatz. Der Syrienkonflikt ist einer der wenigen internationalen Konflikte, in denen die russische Regierung eine zentrale Rolle spielt.

Dabei brachte ihre Verweigerungshaltung gegenüber jeglichen Versuchen, im Rahmen des UN-Sicherheitsrats internationalen Druck auf die Regierung Assad auszuüben, der russischen Regierung scharfe Kritik westlicher und regionaler Akteure ein und beschädigte das Ansehen Russlands in der arabischen Welt.

Russland nahm von Anfang an die klare Haltung ein, dass die Kämpfe zwischen Regierung und Opposition nur innersyrisch zu lösen sei. Dies sei erstens durch ergebnisoffene Verhandlungen zwischen beiden Seiten zu erreichen und sollte zweitens ohne externe Einmischung geschehen, sei es durch Waffenlieferung an die Rebellen oder durch militärische Intervention.

Dementsprechend blockierte Russland nicht nur Resolutionsentwürfe im UN-Sicherheitsrat, die Sanktionen vorgesehen hätten Oktober , Juli , sondern auch solche, die lediglich die Gewaltanwendung durch die syrische Regierung verurteilt hätten, ohne dass zugleich die Regimegegner ebenfalls verurteilt und zum Gewaltverzicht aufgerufen würden Februar Die Führung Russlands gibt vor, damit eine neutrale Haltung einzunehmen.

Jedoch unterstützt die russische Regierung die Regierung Assads auf vielfältige Weise. Erstens stützt man auf internationaler Bühne die Legitimationsstrategie der syrischen Führung.

SA Greyhound ] und Helikopter. Russland verweist darauf, dass die Exporte nach internationalem Recht zulässig seien. Als verlässlicher Exporteur — so die russische Rechtfertigung — sei die russische Regierung daher verpflichtet, bestehende Verträge zu erfüllen.

Drittens hilft die russische Regierung der Regierung Assad auch, indem sie Banknoten für die syrische Regierung druckt.

Die Motive der russischen Syrienpolitik gehen über materielle Interessen hinaus. Sie betreffen grundlegende Fragen der internationalen Ordnung und regionalen Machtbalance, aber auch konkrete sicherheitspolitische Risiken für Russland selbst.

Es geht um konträre Ansichten zur Ausgestaltung der internationalen Ordnung und den Anspruch Russlands, diese mitzubestimmen.

Dahinter steht eine traditionelle Interpretation staatlicher Souveränität. Diese hat auch eine innenpolitische Begründung.

September wurde vereinbart, dass die syrische Regierung zunächst binnen einer Woche das gesamte Giftgasarsenal offenlegen muss und den UN-Inspektoren uneingeschränkten Zugang zu den Lagerstätten gewähren.

Humanitäre Hilfe leistet Russland in dem Konflikt hingegen kaum, [] so stellte die Regierung im Jahr für das UN-Hilfsprogramm zur Versorgung der rund 4 Millionen Syrer, die vor dem Krieg in die Nachbarländer geflohen sind, bislang einen Betrag von Im Jahr wurde kein einziger Syrer in Russland offiziell als Flüchtling anerkannt, Asylsuchende wurden geduldet.

Von internationalen Bürgerrechtsorganisationen und dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland werden die Einschränkungen der Pressefreiheit seit dem Jahr kritisiert.

Die staatliche Einflussnahme im Bereich des Fernsehens ist komplett, alle landesweit sendenden TV-Stationen sind entweder direkt in staatlichem Besitz oder unter staatlicher Kontrolle.

Im Radiobereich ist die Situation ähnlich. Offiziell gibt es keine Zensur durch die Regierung — durch die Eigentumsverhältnisse ist die Zensur in den Köpfen der Leute.

Der Staat schütze die Bürger nicht, klagte die Nowaja Gaseta sowie die geflüchtete Julija Latynina [] [] und wiederholt kursierten Listen mit Adressangaben von Oppositionellen im Internet.

Homosexualität in Russland ist weitgehend tabuisiert. Unter dem Vorwand der Extremismusbekämpfung werden die Freiheiten religiöser Minderheiten stark eingeschränkt.

Auf der Krim hat sich die Menschenrechtslage seit der Besetzung durch Russland erheblich verschlechtert. Die Überprüfung von Bürgerrechten , z.

Ein Durchbrechen der Korruptionsketten sei auch deshalb kaum möglich, weil saubere Beamten kein Geld nach oben abgeben können und deshalb aus dem Amt gedrängt werden oder Posten für ehrliche Beamte wegen Ablösesummen erst gar nicht zugänglich seien, schreibt Jens Siegert.

Das sollte sich schnell ändern. Putin ging sofort daran, die bis dahin zwar nicht autonom agierenden, aber von unterschiedlichen Machtzentren kontrollierten Bereiche der russischen politischen Öffentlichkeit systematisch der Regierung zu unterwerfen.

Hinter diesem Vorgehen steckt die Überzeugung, dass der russische Staat in den er-Jahren kurz vor dem Zerfall gestanden habe und dass das ursächlich mit der Schwäche der Zentralmacht zusammengehangen habe.

Bei dieser Versammlung wurden ausgewählte Themen diskutiert. Allerdings wurden aus Regierungssicht nicht konstruktive NGOs, die sich nicht einfach unterordnen wollten, ausgeschlossen.

Dies wurde auch beim Machtwechsel in der Ukraine vermutet. Putin drückte das am Mai in seiner alljährlichen Ansprache vor beiden Parlamentskammern so aus:.

Aber längst nicht alle orientieren sich daran, die wirklichen Interessen der Menschen zu verteidigen.

Für einen Teil dieser Organisationen ist es zu vorrangigen Aufgabe geworden, Finanzierung von einflussreichen ausländischen Stiftungen zu bekommen, für andere, zweifelhafte Gruppen und kommerzielle Interessen zu bedienen.

Gleichzeitig interessieren sie die dringendsten Probleme des Landes und seiner Bürger nicht. Sich dagegen zu beschweren, ist in einer hoch korrupten Gesellschaft, wie der russischen, in der Beschwerde- und Berufungsinstanzen insbesondere gegen staatliches Handeln, etwa Gerichte, nur sehr eingeschränkt funktionieren mit hohem administrativen Aufwand verbunden.

Als ein Fall der Anwendung dieses Gesetzes wurde der Entzug des Abgeordnetenmandates des Jabloko -Politikers Lew Schlosberg bekannt, der von den Beisetzungen wohl in der Ukraine gefallener russischer Soldaten berichtet hatte.

In Russland gilt eine allgemeine Wehrpflicht für wehrfähige Männer ab 18 bis maximal 27 Jahren. Da die wehrpflichtigen Soldaten früher auch in Krisengebieten wie Tschetschenien eingesetzt wurden und es im Rahmen der Dedowschtschina nicht selten zu Misshandlungen von jungen Rekruten durch Vorgesetzte kommt, gibt es in der Bevölkerung, besonders durch die Mütter Wehrpflichtiger, immer wieder Kritik an der Wehrpflicht.

Die Stärke der Streitkräfte betrug 1. Die schon ab massiv gestiegenen [] Rüstungsausgaben Russlands hatten sich noch von bis verdoppelt [] und sollen ab rund ein Fünftel der gesamten Staatsausgaben betragen.

Elemente dieser Militärreform waren: Vorrang der konventionellen vor der nuklearstrategischen Rüstung, personelle Verkleinerung der Armee auf Vorgesehen war, für die Modernisierung der Armee und die Instandsetzung von Waffen und Militärtechnik bis Vorlage: Im Jahr wurden neue Raketen für die Nuklearstreitkräfte angekündigt.

Ihr Oberbefehlshaber, ein Armeegeneral, ist gleichzeitig Stellvertreter des Innenministers. Sie sind mit Schützenpanzern und eigener Artillerie ausgerüstet.

Daneben gibt es die rund Mit der Unterschrift Präsident Putins trat am Der russische Föderalismus ist sehr asymmetrisch geprägt, da das föderale System eine Kombination aus ethnoföderalen Republiken und territorial-föderalen Gebieten darstellt.

Dass die Völkerrechtssubjekte Krim und Sewastopol zu Russland gehören, ist international nicht anerkannt. Die Republiken wurden nach den jeweils dominierenden nichtrussischen Volksgruppen definiert, wenngleich ihre Grenzen nicht immer mit den ethnischen übereinstimmen, während die Gebiete in den übrigen, mehrheitlich von Russen bewohnten Teilen des Landes nach rein administrativen Gesichtspunkten gebildet wurden.

Territorien, in denen kleinere nichtrussische Minderheiten leben, erhalten den niedrigeren Rang eines Autonomen Gebietes, beziehungsweise Autonomen Kreises.

Bezogen auf Bevölkerung, Fläche und relativen Wohlstand unterscheiden sich die Föderationssubjekte mitunter erheblich. Obwohl alle Föderationsobjekte formal gleichgestellt sind, sind nur die Republiken berechtigt, eine eigene Verfassung zu erlassen.

Sie können zudem internationale Verträge unterzeichnen, solange sich diese an die russische Verfassung halten.

Besonderheiten der Republiken bestehen zudem in der traditionellen Namensgebung, der Anzahl der Abgeordneten in Regionalparlamenten und spezifischen Gesetzgebungskompetenzen.

Sie verfügen nur über Statuten anstelle von Verfassungen. An der Spitze der Republiken steht meist ein Präsident. Die übrigen Föderationssubjekte werden von dem Leiter der Administration geführt, dem Gouverneur.

Die gesetzgebenden Körperschaften in den Republiken sind sowohl Einkammer- als auch Zweikammersysteme. In den Gebieten besteht die parlamentarische Vertretung nur aus einer Kammer.

Seit werden die Republikpräsidenten und Gouverneure nicht mehr von der Bevölkerung, sondern vom regionalen Parlament gewählt.

Die Kandidaten schlägt der Präsident vor. Ziel dieser Reform war die Stärkung der vertikalen Machtverteilung und eine Verschärfung der Kontrolle über die regionalen Machthaber.

Die Einwohnerzahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf die Volkszählung vom 9. Im Jahr wurde zudem der Föderationskreis Nordkaukasus , durch Ausgliederung aus dem Föderationskreis Südrussland , als achter Föderationskreis geschaffen.

Die Krim bildete nach ihrem umstrittenen Beitritt zur Föderation ab dem März einen eigenen neunten Föderationskreis, der per Juli aufgelöst und dem Föderationskreis Südrussland angeschlossen wurde.

Neben den genannten zwei hierarchischen föderalen Ebenen 1. Föderationssubjekt gibt es noch eine dritte eigenständige Verwaltungsebene, die der kommunalen Selbstverwaltung Rajon.

Deren administrative Leiter werden von der Bevölkerung direkt gewählt. Die Regionen sind gegenüber den kommunalen Selbstverwaltungsorganen administrativ höherstehend und weisungsberechtigt.

Russland ist ein entwickeltes Industrie- und Agrarland. Das Land ist zudem Gründungsmitglied der seit dem 1. Januar existierenden Eurasischen Wirtschaftsunion.

Die führenden Industriebranchen sind Maschinenbau sowie die Eisen- und Nichteisenmetallverarbeitung. Gut entwickelt sind auch die chemische und petrolchemische Industrie sowie die Holz- , Leicht- und Nahrungsmittelindustrie.

Das russische Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr ca. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf betrug im selben Jahr 8. Auf den industriellen Sekundärsektor entfallen rund 32,7 Prozent, auf den Agrarsektor Bauwirtschaft und Landwirtschaft 4,7 Prozent.

Russland belegte Platz 19 in der Rangliste der Länder nach totalem Privatvermögen, einen Platz vor Indonesien und einen hinter Schweden.

Russland war das Land mit der fünfthöchsten Anzahl an Milliardären insgesamt Die sogenannten Oligarchen im Land sind teilweise zum Symbol für korrupte Strukturen und Ungleichheit geworden.

Die Gesamtzahl der Beschäftigten beträgt 73,5 Millionen In der Landwirtschaft waren 10 Prozent, im Dienstleistungsbereich 22 Prozent und im öffentlichen Sektor nochmals 22 Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt.

Im Jahr sagte die russische Vize-Premierministerin Olga Golodez, nur 48 Millionen statt 86 Millionen Arbeitsfähige seien für die Regierung sichtbar [] , je nach Schätzung macht die Schattenwirtschaft die Hälfte der Wirtschaftsleistung aus.

Kleine und mittlere Betriebe leisteten ein Fünftel, wohingegen die staatlichen Konzerne 70 Prozent beitrugen.

Die Steuermoral lag angesichts der bekannten korrupten Ausschweifungen der Politiker darnieder. Allerdings werden der russischen Wirtschaft auch grundsätzliche strukturelle Probleme bescheinigt.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Russlands nach der Auflösung der Sowjetunion war zunächst von einem drastischen Einbruch der Produktion geprägt.

Dazu trug der Wegfall eingespielter Handelsbeziehungen im Verbund der Sowjetunion bei. Der Übergang von der Planwirtschaft zu einer marktwirtschaftlichen Ordnung war schwierig und gelang nur in Teilbereichen.

Insgesamt verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt um gut 40 Prozent. Russland musste die Bedienung seiner Staatsschulden einstellen und die Dollarbindung des Rubel aufgeben.

Dies änderte sich unter der Präsidentschaft von Wladimir Putin. Um die politische Kontrolle im Staat wieder zu erlangen, stärkte er den Staatsapparat auf Kosten des Einflusses der Oligarchen.

Das Modell, das sich unter Putin bis in Russland entwickelte, trug Züge einer korporatistischen Wirtschaft unter Führung des Staates. Im Jahr waren per Gesetz sechs Institutionen eingeführt worden, welche in strategisch wichtigen Bereichen die Staatsaktivitäten bündeln.

Diese Staatsholdings unterstehen keiner Behörde, sondern allein dem Präsidenten. An diesen durch Gesetz geschaffenen Staatskonglomeraten wird auch kritisiert, dass Staatseigentum oder Staatsmittel zur Gründung verwendet worden waren und so zu einer versteckten Privatisierung führten.

Dabei wurden Missbrauch und Ineffizienz festgestellt. In den ersten vier Jahren von Putins Präsidentschaft folgte die Einführung einer Flatrate bei der Einkommensteuer vgl.

Um von den Einnahmen des Energiesektors zu profitieren, wurden private Unternehmen aus diesem Bereich zurückgedrängt.

So wurden beispielsweise im Bereich des Maschinen- und Automobilbaus private Unternehmen von Staatsbetrieben übernommen und durch Subventionen gestützt, um diesen für Russland wichtigen Branchen Zeit für eine Modernisierung zu geben.

Dies brachte eine zweistellige Inflationsrate mit sich. Das von Präsident Putin gesetzte Ziel, das Bruttoinlandsprodukt innert zehn Jahren zu verdoppeln, sollte mittels staatlichem Ausgabenprogramm erreicht werden.

Dafür wurden Gehälter im öffentlichen Dienst sowie Renten , sonstige Sozialleistungen und Ausgaben für den Wohnungsbau erhöht. Möglich wurde das Sozialprogramm durch den Ölboom, der dem Staat hohe Mehreinnahmen bescherte.

Durch die Mehreinnahmen konnte Putin die Auslandsverschuldung zurückfahren, die noch Mrd. Ein Teil der Öleinnahmen floss seit in einen nationalen Stabilisierungsfonds , der die Auswirkungen schwankender Rohstoffpreise auf Wirtschaft und Staatshaushalt mindern sollte und mögliche inflationäre Tendenzen auf Grund hereinströmender Petro-Gelder abschwächen sollte.

Der gegründete Stabilisierungsfonds wurde in den Reservefonds zur Abfederung evtl. Der Wohlstandsfonds betrug 68,4 Mrd.

Euro, der Reservefonds 19,9 Mrd. Die russische Wirtschaft hatte sich vom Produktionseinbruch im Zuge der Finanzkrise des Jahres rasch erholt, da die eingetretene deutliche Abwertung des Rubels der russischen Wirtschaft Auftrieb verschaffte.

Durch die Abwertung wurden ausländische Güter verteuert. In Russland hergestellte Produkte wurden auf dem Inlandsmarkt wettbewerbsfähiger. Trotz kräftig gestiegener Investitionen wurde in Russland im internationalen Vergleich zu wenig investiert.

Investoren kritisierten fehlende Rechtssicherheit, weit verbreitete Korruption , eine überbordende Bürokratie und die geringe Leistungsfähigkeit des russischen Bankensystems.

Aufgrund des drastischen Preisverfalls beim Erdöl und Erdgas sanken die Staatseinnahmen. Die weltweite Finanzkrise hatte Russland hart getroffen.

Die Pflichteinlagen bei der Zentralbank wurden hochgeschraubt, Banken bekamen staatliche Hilfen. Die Russische Zentralbank verwendete fast Milliarden Dollar an Reserven, um den als Folge des ausländischen Kapitalabzugs unter Abwertungsdruck gekommenen Rubel zu stützen.

Durch diese Krise wurde sichtbar, dass die Fixierung auf den Rohstoffreichtum das Land in eine Sackgasse führt und die Abhängigkeit von den Weltmarktpreisen für Erdöl, Erdgas oder Metalle zu hoch ist.

Bereits zu Beginn des Jahrhunderts hatte in Russland eine intensive Diskussion über Sonderwirtschaftszonen eingesetzt. Unter Wladimir Putin wurde ein entsprechendes Gesetz über Sonderwirtschaftszonen in der Russischen Föderation verabschiedet.

Bis Ende wurden 15 dieser Zonen konzipiert und bestätigt, darunter unter anderem zwei Industrie-Sonderwirtschaftszonen Jelabuga , Lipezk , vier technikorientierte Sonderwirtschaftszonen Moskau, St.

Zinsen wurden gesenkt, um Investitionen in die Produktion zu ermöglichen. Die Inflationsrate erreichte ihren niedrigsten Stand seit 20 Jahren.

Die Regierung war bemüht, preistreibende Faktoren wie die Verteuerung von Treibstoffen und Strom über Quartalsvereinbarungen mit den Anbietern unter Kontrolle zu halten.

Gleichzeitig fehlten dem Arbeitsmarkt Arbeitskräfte. Durch die Sanktionen des Westens aufgrund der russischen Annexion der Krim sowie des von Russland gefütterten Krieges in der Ukraine seit stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung in Verbindung mit einem Einbruch des Erdölpreises.

Es akzentuierten sich die strukturellen Probleme der russischen Wirtschaft, welche über Jahre auf den Rohstoffexport ausgerichtet war.

Die Jahresinflation betrug 12,9 Prozent. Während bei Präsidentensprecher Peskow bei der Einführung von einem absolut einmaligen, für ein Jahr gültigen Angebot die Rede war, wurde die Amnestie im Dezember bis Juni verlängert und Anfang nach neuen amerikanischen Sanktionen erneuert.

Alle staatlichen Ausgaben mussten gekürzt werden, nur die Rüstung war nicht davon betroffen. Der Anteil der Staatswirtschaft stieg an, die Schattenwirtschaft blühte, die Realeinkommen waren zwischen und mehrmals gesunken.

Nach einem erneuten Gesetzesvorschlag von sollte diesen Kleinverdienern beim Auffliegen der Tätigkeit der gesamte Ertrag abgenommen werden, also eine härtere Strafe, als sie Gutverdienende zu befürchten hätten.

Russische Unternehmen wie Gazprom , Rosneft oder Lukoil sind an der Erdöl- und Erdgasförderung beteiligt, welche hauptsächlich in den nördlichen und östlichen Landesteilen stattfindet.

Mit seinen Goldvorräten belegt Russland den dritten Platz in der Welt. Weltbekannt sind die Diamantenvorkommen im nordostsibirischen Jakutien.

Lagerstätten von Steinkohle finden sich in einigen Vorsenken dieser Gebirge, vor allem am Ural u. Kohlelagerstätten von Workuta sowie im Donezbecken an der Grenze zur Ukraine.

Die Kohlenförderung litt an fehlenden Investitionen und hat im Vergleich zur Sowjetzeit an Bedeutung verloren. Die Holzindustrie ist hauptsächlich im Nordwesten des europäischen Teiles, im zentralen Uralgebirge, in Südsibirien und im Süden des fernöstlichen Russlands vertreten.

Wichtigstes Laubholz für den Handel ist Birke. Die Landwirtschaft ist nach wie vor eine wichtige Branche der russischen Wirtschaft.

Einst die Kornkammer Europas, erlitt die russische Landwirtschaft in den er-Jahren einen drastischen Einbruch der Agrarproduktion, schon in den er-Jahren war Russland noch der weltweit bedeutendste Weizenimporteur.

Der Produktionswert der russischen Landwirtschaft lag wieder bei umgerechnet 38 Milliarden Euro. Für den Transport ist die staatliche Agrar-Transportbehörde Rusagrotrans zuständig.

Davon sind Millionen Hektar Ackerfläche, was neun Prozent des weltweiten Ackerlandes entspricht []. Mehr als 80 Prozent der Saatflächen liegen an der Wolga, im Nordkaukasus, am Ural und in Westsibirien innerhalb des sogenannten Agrardreiecks.

Die Binnenfischerei liefert mit dem Stör den begehrten russischen Kaviar. In der Transformationsphase zwischen und gingen die Schweine- und Geflügelbestände fast um die Hälfte zurück.

Russland importierte seitdem einen Teil seiner Nahrungsmittel. Es war schon zuvor, aber insbesondere seit seinen Gegen-Sanktionen gegen den Westen nach der Annexion der Krim im Jahr das Ziel der russischen Regierung, die Fähigkeit zur Eigenversorgung zu steigern und die Importabhängigkeit zu reduzieren.

Rinderzucht wird vorwiegend im Wolgagebiet, in Westsibirien und dem europäischen Zentrum betrieben, Schweinezucht findet sich ebenfalls im Wolgagebiet, aber auch in Nordkaukasien und im zentralen Schwarzerdegebiet.

Auf Wasserkraftwerke entfielen 21 Prozent, auf Kernkraftwerke 16 Prozent. Die russische Regierung plant, den Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung bis auf etwa ein Drittel zu verdoppeln, um noch mehr Erdöl und Erdgas exportieren zu können.

Um von den Einnahmen des Energiesektors zu profitieren, war die russische Politik darauf ausgerichtet, die staatliche Kontrolle über die Energiewirtschaft wieder zu verstärken und private Unternehmen aus diesem Bereich zurückzudrängen.

Das wurde durch die Zerschlagung des Erdölkonzerns Yukos und die Übernahme des Ölkonzerns Sibneft durch die halbstaatliche Erdgasgesellschaft Gazprom erreicht.

Die Schwerindustrie konzentriert sich im Ural um Jekaterinburg. Russland nimmt eine führende Rolle in der weltweiten Produktion von Stahl und Aluminium ein.

In den letzten Jahren haben sich in Russland weltbekannte Stahlkonzerne mit hoher Finanzkraft gebildet. An den alten Hauptindustriestandorten Moskau, dem Wolgagebiet, dem Nordwesten und dem Ural produzieren zahlreiche Maschinen- und Fahrzeugindustrien, aber auch Geräte- und Anlagenbauherstellung ist hier angesiedelt.

Die Produktion ging stark zurück. In den er-Jahren ging es aber auch in der verarbeitenden Industrie wieder bergauf.

Vor allem auf Märkten in der GUS konnten Marktanteile zurückgewonnen und neue Märkte in Asien gefunden werden, weil sich einige russische Erzeugnisse als einfacher und preiswerter als westliche Konkurrenzprodukte profilieren konnten.

Dazu gehörte die Gründung der Staatsholding Rostechnologii , in die Staatsanteile von fast Unternehmen Rüstungsbetriebe, Fluggesellschaften, Lkw- und Waggonhersteller und Maschinenbauer eingebracht wurden.

Der Flugzeugbau war eine der wichtigsten und technisch am höchsten entwickelten Branchen der russischen Industrie.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden die Produktionsketten zwischen den ehemaligen Unionsrepubliken unterbrochen. Das hatte tiefgreifende negative Auswirkungen auf den russischen Flugzeugbau.

Inzwischen kooperieren die russischen Autohersteller mit ausländischen Konzernen. Darüber hinaus sind in Russland die Herstellung von Chemiefasern , Kunststoffen und Autoreifen stark entwickelt.

Die Wirtschaft Russlands wird auch durch die Herstellung von Baustoffen, die Leichtindustrie hauptsächlich Textilindustrie und die Nahrungsmittelindustrie geprägt.

Allein die Sberbank, die frühere Werktätigensparkasse der Sowjetunion, hält etwa die Hälfte aller Spareinlagen.

Über ein landesweites Filialnetz verfügt nur die Sberbank. Von der Lieferstruktur her wichtigster Handelspartner Russlands ist Deutschland, das vor allem industrielle Fertigerzeugnisse wie Maschinen, Anlagen und Spitzentechnik nach Russland liefert.

Das russisch-deutsche Handelsvolumen betrug 75 Mrd. Er beträgt zwei Prozent, knapp ein Drittel des Anteils Deutschlands.

Russen zur Erholung ins Ausland reisten. So waren auch die Einreisezahlen von Urlaubs- und Geschäftsreisenden kontinuierlich gestiegen; waren es rund Allerdings waren davon nur Darüber hinaus sind Schifffahrten auf der Wolga sowie Besichtigungen von altrussischen Städten nordöstlich von Moskau, dem sogenannten Goldenen Ring , gefragt.

Der Goldene Ring besteht aus mehr als zwanzig Städten und stellt die beliebteste touristische Route durch die russische Provinz dar. Natururlaub ist vor allem in Karelien und dem Altai-Gebirge Weltnaturerbe möglich.

Beliebt sind unter ausländischen Gästen die Reisen mit der Transsibirischen Eisenbahn. Aber auch Kaliningrad , das frühere Königsberg , zieht immer mehr deutsche Besucher an.

Im innerrussischen Fremdenverkehr sind die Badeorte der Schwarzmeerküste sowie eine Reihe von nordkaukasischen Thermalquellen-Kurorten wie Kislowodsk oder Pjatigorsk von Bedeutung.

Zunehmender Beliebtheit erfreut sich der Skitourismus im Nordkaukasus. Vor allem im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in Sotschi wurde hierfür die Infrastruktur ausgebaut.

Nach der politischen Wende Russlands hatte sich das Verkehrsaufkommen zunächst aufgrund der wirtschaftlichen Abwärtsbewegung überwiegend nach unten entwickelt, erlebte dann aber ein starkes Wachstum.

Ein anderer Nachteil der russischen Verkehrsinfrastruktur liegt darin, dass die bestehenden Verkehrssysteme kaum Netzwerkeffekte erzeugen.

Die Erweiterung und Modernisierung der Transport-Infrastruktur besitzt für die russische Regierung daher hohe Priorität. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Forcierung von Konzessionen und anderen öffentlich-privaten Partnerschaftsmodellen im Transportsektor, um auch in diesem Sektor Finanzierungsmittel privater Investoren zu mobilisieren.

Die Logistikinfrastruktur soll dazu vor allem an den Knotenpunkten Moskau und Sankt Petersburg ausgebaut werden.

Darin soll eine logistische Strategie zu einem neuen Transportgerüst für Sibirien und den Fernen Osten Russlands ausgearbeitet werden. Als Massentransportmittel über lange Distanzen nimmt die Eisenbahn in Russland einen wichtigen Teil des Verkehrsmarktes ein.

Parallel dazu wurde Ende des Durch diese beiden und die abzweigenden Strecken wird das Land in west-östlicher Richtung erschlossen. Durch sie kann beispielsweise die Beförderung von Gütern zwischen Pusan und Helsinki von etwa 47 Tagen auf dem Seeweg auf ca.

Im Mai beschloss die russische Regierung die Umsetzung der Bahnreform. In den letzten Jahren sind in Russland auch 85 Privatbahnunternehmen entstanden, die heute mehr als 25 Prozent der Güter transportieren und rund 30 Prozent etwa Insgesamt umfasst das gut entwickelte Eisenbahnnetz Breitspur mit Millimeter Spurweite rund Daneben gibt es zusätzlich Daher besitzt die Bahn in Russland mit 83 Prozent einen überdurchschnittlich hohen Marktanteil am Güterverkehr.

Die Dichte des Netzes nimmt von West nach Ost stark ab: Dazu trägt auch der Spurweitenunterschied der Eisenbahnen bei.

Im Jahr kamen in Russland insgesamt 18,9 Verkehrstote auf In Deutschland waren es im selben Jahr 4,3 Tote. Insgesamt kamen damit Die Motorisierungsrate des Landes liegt weltweit im oberen Mittelfeld.

In Sibirien sind Die Schiffbarkeit der Flüsse und Kanäle wird durch meteorologische Einflüsse Wasserstand und mangelhaften Ausbau stark beeinträchtigt.

Seit ist in Russland ein Abbau des Bestands der Binnenschiffsflotte zu beobachten. Die Zahl der Binnenschiffe betrug Davon waren Güterschiffe und Passagierschiffe.

Die Seeschifffahrt gehört zu den stark wachsenden Verkehrsbranchen in Russland. Wesentlicher Grund dafür ist das steigende Exportaufkommen an Rohöl und Mineralölerzeugnissen.

Die wichtigsten Seehäfen befinden sich in St. Die Zahl von Flughäfen in Russland verringerte sich zwischen und von auf , wobei die Zahl internationaler Flughäfen von 19 auf 70 gestiegen war und 55 Flugplätze über eine befestigte Piste von mehr als Metern Länge verfügten.

Die Flugzeugflotte Russlands umfasste im Jahr rund Flugzeuge, davon knapp Frachtflugzeuge. Zur Belebung der russischen Luftfahrtindustrie dienen staatliche Förderung und Regulierungen.

Fast die Hälfte der Passagierbeförderung findet im Nahverkehr statt, vorwiegend über das Busnetz, das in Städten existiert.

In den er Jahren verfielen viele der guten Nahverkehrsnetze und wurden zunehmend durch private Bus- oder Linientaxibetriebe ergänzt oder ersetzt.

Diese Domain wird von russischen Websites teilweise bis heute benutzt. Websites unter dieser Domain machen heute einen beträchtlichen Teil des russischen Internets — oft kurz Runet genannt — aus.

Inzwischen hat das Land auch eine kyrillische Top-Level-Domain. Das russische Internet-Segment rangiert derzeit mit insgesamt mehr als 3,6 Millionen Domainnamen auf Platz vier weltweit.

Und es wächst weiter, denn immer mehr Russen in abgelegenen Orten bekommen Zugriff auf das Internet. In den er-Jahren stieg die Anzahl der Internetnutzer in ganz Russland kontinuierlich an: Besonders populär sind die in Russland entstandenen Plattformen Vkontakte.

Auch LiveJournal wird in Russland im internationalen Vergleich überdurchschnittlich genutzt. Ab müssten sämtliche Kommunikationsinhalte gespeichert und dem Staat zur Verfügung gestellt werden, eine Verschiebung dieser Pflicht um 5 Jahre musste wegen des Aufwandes im Jahr erwogen werden.

Der überwiegende Teil des russischen Postwesens wird vom staatlichen Unternehmen Potschta Rossii abgewickelt. Dieses wurde aus dem zugleich aufgelösten föderalen Post- und Telekommunikationsministerium ausgegliedert, das auch zu Sowjetzeiten für den Postverkehr zuständig war.

Heute bietet die Potschta Rossii ihre Dienstleistungen in insgesamt über Die Zahl der Beschäftigten im Unternehmen beläuft sich russlandweit auf rund Jahrhunderts neben grundlegenden Postdienstleistungen — wie etwa dem Versenden und Empfangen von Briefen, Paketen und Telegrammen sowie dem Postgiro — auch ergänzende Dienste an, darunter öffentliche Computerarbeitsplätze mit Internetzugang.

Diese Branche erlebte in Russland ab dem Jahr einen rasanten Wachstum: März gut Millionen. Im Artikel 41 der Verfassung Russlands ist für alle Bürger das Recht auf kostenlose medizinische Grundversorgung verankert.

Dieser seit den Sowjetzeiten bestehende Grundsatz ist zum Teil die Ursache dafür, dass Russland im internationalen Vergleich eine vergleichsweise hohe Anzahl der Ärzte und der Krankenhäuser pro Kopf der Bevölkerung aufweist.

Gerade beim wirtschaftlichen Niedergang der er Jahre in Russland wurde das Gesundheitswesen stark getroffen. So ist inzwischen jede dritte Klinik der Krankenhäuser im Land dringend renovierungsbedürftig.

Schrittweise werden in letzter Zeit die Gehälter für das medizinische Personal angehoben sowie staatliche Mittel in die Einrichtung neuer und Modernisierung bestehender Kliniken investiert.

In Russland ist der Gesundheitssektor dezentral organisiert. Das Gesundheitsministerium ist auf föderaler Ebene für den gesamten Sektor zuständig, die Erbringung der konkreten medizinischen Leistungen inklusive die Bereitstellung von Krankenhäusern aber Aufgabe der Föderationssubjekte und Gemeinden.

Das russische Gesundheitssystem wird durch einen Mix aus Budgetmitteln und Mitteln aus der Sozialversicherung finanziert. Danach hatte sich die Lage spürbar gebessert.

Offiziell lag dabei das Existenzminimum bei Euro für einen Menschen im arbeitsfähigen Alter; bei Kindern liegt der Wert unwesentlich niedriger, bei Rentnern beträgt er Euro.

Während besonders in Moskau und St. Dazu beigetragen hat das seit vervielfachte Pro-Kopf-Einkommen. Die Renten lagen das erste Mal seit vielen Jahren über dem Existenzminimum.

Präsident Putin versprach im Wahlkampf eine Anhebung der Gehälter im öffentlichen Dienst sowie der Stipendien für Studenten, [] da etwa die Hälfte der Bevölkerung zwar nicht als offiziell arm zählt, aber zu der einkommensschwachen Schicht zu zählen ist, die nicht in der Lage ist, zentrale soziale Bedürfnisse wie Wohnraum oder zusätzliche Ausbildung zu finanzieren.

Seit wurden Gelder der zweiten, kapitalgedeckten Säule der Altersvorsorge zur Deckung des Finanzbedarfs herangezogen. Zweistellig steigende Verbraucherpreise bis erschwerten die Lebensbedingungen der ärmeren Bevölkerungsschichten.

In Wachstumsregionen wie Moskau, Kaluga und St. Petersburg tendierte die Erwerbslosigkeit gegen Null. Das Arbeitslosengeld beträgt zwischen 60 und 70 Euro im Monat.

Zur Zeit der Sowjetunion wurde die russische Natur schwer belastet: Auch heute gibt es ernsthafte Umweltprobleme in Russland — aber auch ein wachsendes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung.

Das Recht des Bürgers auf gesunde Umwelt und auf verlässliche Informationen über ihren Zustand ist im Artikel 42 der russischen Verfassung verankert.

Allerdings hat der Umweltschutz in der russischen Politik eine vergleichsweise niedrige Priorität, was von internationalen Umweltorganisationen wie WWF oder Greenpeace immer wieder kritisiert wird.

Auch eine Vielzahl von Altlasten aus den Sowjetzeiten, darunter marode Fabriken, die die heutigen Umweltstandards nicht einhalten können, belasten die Umwelt in Teilen des Landes erheblich.

Einige Städte mit solchen Fabriken, wie Norilsk oder Dserschinsk , gelten als ökologisches Notstandsgebiet.

Umso stärker die Lebensqualität steigen wird, desto wichtiger und dringlicher werden in Zukunft Umweltfragen in Russlands Öffentlichkeit und Politik diskutiert.

Seit werden vereinzelte Bemühungen der russischen Staatsmacht zum Vorantreiben des Umwelt- und Klimaschutzes sichtbar.

Allein während der Typhus-Epidemie von starben etwa 9. Durch eine Änderung der Einleitungsbedingungen konnte dem Problem ab vorerst abgeholfen werden.

In den er- und er-Jahren sorgte der starke Anstieg der Bevölkerungszahlen erneut für eine Eskalation des Abwasserproblems. Das biologische System ist hoch veränderlich und leidet unter menschlichen Eingriffen.

Zusammen mit Moskau gilt Petersburg als eine der am stärksten verschmutzten Städte Russlands. Befürchtungen gehen dahin, dass die gesamte Bucht sich in einen Sumpf verwandeln könnte.

Der Damm wurde jedoch seit mit niederländischer Hilfe und Unterstützung der Europäischen Investitionsbank weiter gebaut und vollendet.

Da die Umweltschutzargumente gegen den Damm aber weiterhin vorhanden sind, bleibt das Thema in der Stadt sehr umstritten.

Tatsächlich war der Bereich der unteren Newa schon lange zuvor Teil einer Kulturlandschaft, des Ingermanlandes. Dort lebten seit dem Zu Beginn des Jahrhunderts stritten Schweden und Nowgorod um das Gebiet.

Eine als Landskrona überlieferte schwedische Siedlung an diesem Ort wurde angeblich im Jahr zerstört.

Danach einigte man sich darauf, die Region als Pufferzone zwischen den Einflusssphären zu betrachten, in der keine Festungen errichtet werden durften.

In den folgenden Jahrhunderten wurde das Gebiet zumindest als Landungsstelle für die Newa befahrende Schiffe, möglicherweise aber als Handelsplatz genutzt.

Letzteres gilt sicher für die Zeit einer erneuten schwedischen Dominanz in der Region nach der Errichtung der Festung Nyenschanz im Jahr und der sie bald umgebenden Siedlung Nyen.

Beide lagen auf dem Stadtgebiet des heutigen Sankt Petersburg am nördlichen oder rechten Ufer der Newa. Allerdings erlebten diese einen herben Rückschlag, als Siedlung und Festung während des Zweiten Nordischen Krieges von russischen Truppen zerstört wurden.

Dem baldigen Wiederaufbau folgte am 1. Nyen war zu diesem Zeitpunkt bereits von den Schweden selbst präventiv geräumt und teilweise zerstört worden.

Offiziell verbindet man diesen mit dem Datum In erster Linie sollte die Peter-und-Paul-Festung zunächst wohl die Funktion von Nyenschanz übernehmen, also die Newa-Mündung strategisch absichern, nur jetzt für die Russen.

Nur einige Fischer hielten sich hier in den Sommermonaten auf. Im Stadtwappen wird dies ausgedrückt, indem neben dem Zepter sowohl ein See- als auch ein Binnenanker dargestellt werden.

Erst ab dem Jahr ist, durch die Zwangsrekrutierung zahlreicher Leibeigener für die Bauarbeiten an der Newa-Mündung, ein wirklicher Plan für die Errichtung einer neuen Stadt erkennbar.

Die Flucht von Arbeitern aus der Stadt und vom oft tödlichen Bauprojekt wurde mit harten Strafen geahndet.

Ungefähr die Hälfte von ihnen schaffte es, auf dem Weg nach Nordwesten zu fliehen. Zudem befand Russland sich noch bis im Krieg gegen Schweden, mehrere Gefechte fanden in der Nähe der gerade gegründeten Zarenresidenz statt vgl.

Angriffe auf Sankt Petersburg. Erst nachdem die Schweden in der Schlacht bei Poltawa geschlagen worden waren, konnte die Stadt weitgehend als gesichert angesehen werden.

Da der russische Adel nicht bereit war, in die Stadt zu ziehen, beorderte Peter ihn nach Sankt Petersburg.

Die Innenstadt wurde abends und nachts künstlich beleuchtet, die Bewohner dazu angehalten, Bäume zu pflanzen. Baumaterialien waren an der Newamündung ein seltenes Gut.

So wurde ein Erlass herausgegeben, nach dem jeder Einwohner der Stadt jährlich Steine abliefern oder aber eine hohe Geldstrafe zahlen musste.

Jedes Frachtschiff, das die Stadt anlief, musste einen bestimmten Prozentsatz der Ladung Steine anliefern. Ein Erlass von besagte, dass Steinbauten nur noch in Sankt Petersburg gebaut werden durften dieser Erlass wurde erst wieder aufgehoben.

Die drakonischen Erlasse des Zaren zeigten Erfolg: Bis auf ein kleines Zwischenspiel in den Jahren —, als der Hof wieder in Moskau residierte, blieb Petersburg bis Hauptstadt Russlands.

Zu dieser Zeit wurde die deutschsprachige St. Petersburgische Zeitung gegründet, die erste und inzwischen älteste Zeitung der Stadt.

Im Jahr wurde Moskau für kurze Zeit wieder Hauptstadt. Petersburg erneut zur Hauptstadt. Annas stadtplanerische Entscheidungen prägen Petersburg bis in das Trotzdem residierte sie weiterhin lieber und öfter in Moskau.

Durch das Einladungsmanifest Katharinas wurden unter anderem Religionsfreiheit und die Selbstverwaltung auf lokaler Ebene mit Deutsch als Sprache zugesichert.

In der Zeit Elisabeths entstanden die meisten der Prunkbauten, die noch immer das Stadtbild bestimmen. Sie sah sich — zumindest bis die Französische Revolution ausbrach — dem Geist der Aufklärung verpflichtet und setzte auf Bildung und Kunst.

Jahrhunderts erlebte die Stadt eine Blütezeit, vorerst vor allem auf kulturellem, später auf wissenschaftlich-technischem Gebiet.

Die erste russische Ballettschule entstand in der Stadt. Theater und Museen, höhere Schulen und Bibliotheken entstanden: Bis auf wenige Ausnahmen waren vor allem deutsche Handwerker daran beteiligt, dass Sankt Petersburg Zentrum des russischen Klavierbaus wurde.

Im Verlauf des Die Bevölkerungszahl schnellte innerhalb weniger Jahre empor. Schriftsteller und Intellektuelle schlossen sich in literarischen Kreisen zusammen und gaben Wörterbücher und Zeitschriften heraus.

In der Soldaten- und Regierungsstadt Sankt Petersburg fanden bis alle wichtigen Revolten und Revolutionen der russischen Geschichte statt, der Dekabristenaufstand ebenso wie die Ereignisse, die langfristig zur Gründung der Sowjetunion führten.

In Sankt Petersburg nahmen Ende des Jahrhunderts Unruhen und kleinere Aufstände zu. Revolutionäre Parteien und Vereinigungen gründeten sich, die von der Polizei blutig verfolgt wurden.

Als Folge wurde die zweite Duma der russischen Geschichte in der Stadt eröffnet, sie blieb politisch allerdings einflusslos.

Die Februarrevolution fand vor allem in Sankt Petersburg statt. Der nahe gelegene Hafen von Kronstadt bildete das Zentrum eines anarchistisch und rätekommunistisch inspirierten Matrosenaufstands gegen die Diktatur der Bolschewiki , der von Leo Trotzki blutig niedergeschlagen wurde.

Lenin erklärte Moskau wieder zur sowjetischen und russischen Hauptstadt. Die Bevölkerung der Stadt sank innerhalb weniger Jahre erheblich primär durch Bürgerkrieg und die dadurch verursachte Hungersnot und sekundär durch den Statusverlust und den Umzug der gesamten Regierung und Verwaltung nach Moskau.

Januar auf einen entsprechenden Wunsch des Petrograder Rates der Deputierten hin. In der Stadtplanung zeigte sich die Auseinandersetzung zwischen Moskau und Leningrad.

Der Generalplan von sah vor, das Stadtzentrum nach Süden zu verlegen, an den neu geschaffenen Moskauer Platz am Moskauer Prospekt. Zentrum Leningrads sollte das an dessen Ostseite gelegene Haus der Sowjets werden, ähnlich dem für Moskau geplanten Palast der Sowjets.

Der Moskauer Platz und seine Umgebung sind in der Form des typischen Zentrums der Sozialistischen Stadt angelegt, wie man es dutzendfach in der Sowjetunion finden konnte.

Beobachter werten den Leningrader Generalplan allgemein als Angriff auf das alte Petersburg. Durch die Verlegung des Zentrums sollte das alte Sankt Petersburg abgewertet werden.

In der Zeit der Belagerung vom 8. September bis zum Januar , in der die Wehrmacht auf Befehl Hitlers keine Eroberung Leningrads versuchte, sondern stattdessen die Stadt systematisch von jeglicher Versorgung abschnitt, starben über eine Million Zivilisten.

Eine geheime Weisung des Oberkommandos der Wehrmacht vom Besonders dramatisch war die Situation im Jahr Allein im Dezember starben rund Während der Belagerung wurden etwa Bei Versuchen der Roten Armee , die Belagerung zu sprengen, kamen dazu etwa Versuche und scheiterten, erst mit der Einnahme von Schlüsselburg am Januar gelang es, wieder eine Versorgungslinie in die Stadt zu etablieren.

Die Offensive, die die Stadt befreien sollte, begann am Januar und konnte am Januar zum Abschluss gebracht werden. Einerseits war die Stadt zu dem sowjetischen Symbol von Widerstandswillen und Leiden im Krieg geworden — andererseits tobten Machtkämpfe zwischen Leningrader und Moskauer Funktionären noch bis in die er-Jahre hinein.

Der Wiederaufbau Leningrads wurde zu einer Prestigeangelegenheit der Sowjetunion. In der Stadt bestanden die beiden Kriegsgefangenenlager und für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.

Ebenfalls in den Nachkriegsjahren wurden zahlreiche neue Stadtteile gebaut — war das Jahr, in dem mehr neuer Wohnraum in der Stadt geschaffen wurde als je vorher oder nachher.

Das jährige Stadtjubiläum wurde verschoben: Die Feier wurde unter Stalins Nachfolger Chruschtschow nachgeholt — ohne die Erwähnung, dass es eigentlich der Das politisch-kulturelle Zentrum Russlands und der Sowjetunion lag zu dieser Zeit aber klar in Moskau.

Nach einer Volksabstimmung, in der sich am Juni 54 Prozent der Bevölkerung für die Rückkehr zum historischen Namen ausgesprochen hatten, nahm die Stadt am 6.

September wieder den Namen Sankt Petersburg an. Die umgebende Verwaltungseinheit blieb aber ebenfalls nach einer Volksabstimmung weiterhin als Leningrader Gebiet Oblast Leningrad bestehen.

Diese Städte gelten jetzt als Stadtbezirke von Petersburg und gehören daher nicht mehr administrativ und territorial zur Oblast Leningrad.

Mai beging die Stadt ihr jähriges Jubiläum. Zur Vorbereitung wurden Teile der Altstadt und verschiedene Paläste saniert.

Der russische Staat gab dafür ein bis zwei Milliarden Euro aus. Durch einen Terroranschlag am 3. Die Legislative , die gesetzgebende Versammlung, besteht aus 50 hauptamtlichen Mitgliedern, die ebenfalls für vier Jahre gewählt werden.

Der Vorsitzende der Kammer ist protokollarisch mit dem Gouverneur gleichgestellt. Er präsentierte sich mehrfach als ideologisch ungebundener Pragmatiker.

Sobtschak war hingegen ein strikter Reformer der nach-kommunistischen Ära, der aufgrund seines radikal marktwirtschaftlichen Kurses viele Animositäten in der Stadt erzeugte.

Er verweigerte mehrmals die Entlassung Wladimir Putins aufgrund von Korruptionsvorwürfen , als dieser noch in der Stadtregierung arbeitete.

Putin organisierte den erfolglosen er-Wahlkampf von Sobtschak. Jakowlew trat im Oktober nicht mehr zur Neuwahl an.

Seine Nachfolgerin wurde nach diesen Wahlen Walentina Matwijenko. Sie war die Favoritin Putins und der russischen Regierung. Petersburgs Vorsitzende des russischen Föderationsrats und somit zur Trägerin des dritthöchsten Staatsamtes in Russland.

Gouverneur seit ist Georgi Poltawtschenko. Präsident Wladimir Putin ernannte ihn zum Vertreter des russischen Präsidenten in der Oblast Leningrad , später zum Generalgouverneur für Zentralrussland.

In dieser Funktion war er Mitglied im russischen Sicherheitsrat. August wurde er zum amtierenden Gouverneur von Sankt Petersburg ernannt und dem Stadtparlament zur Wahl vorgeschlagen.

Von 52 Abgeordneten der gesetzgebenden Versammlung stimmten 37 für ihn. August wurde er in sein Amt eingeführt.

Laut dem Ergebnis der letzten Volkszählung vom Oktober hatte Sankt Petersburg 4. Das sind etwa drei Prozent der gesamten Einwohnerzahl Russlands.

Im September wurde der fünfmillionste Einwohner registriert. Seit der Perestroika und dem Untergang der Sowjetunion brechen diese wieder verschärft auf.

In Sankt Petersburg gilt eine Zuzugsperre — Wohnrecht in der Stadt erhält nur, wer Wohnung und Arbeit nachweisen kann oder mit einem Einwohner verheiratet ist.

Die Internationale Arbeitsorganisation schätzt, dass in der Stadt im Jahr etwa Die ehemals multikulturell geprägte Stadt ist zu Beginn des Trotz der zu Sowjetzeiten staatlich verordneten Religionsfeindschaft sind nach Schätzungen nur noch 10 Prozent der Bevölkerung Atheisten.

Die Kirchengebäude gehören überwiegend dem russischen Staat. Die zahlreichen Kirchenneubauten in den Randgebieten werden hingegen meist im traditionellen russischen Stil errichtet.

In der Nähe des Mariinski-Theaters befindet sich die im orientalischen Stil erbaute und komplett renovierte Synagoge. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand.

Bis handelt es sich meist um Schätzungen, von bis um Volkszählungsergebnisse. Alle diese Städte und Siedlungen im Umland wurden eingemeindet, so dass die Angabe der Einwohner mit Vororten ab entfällt.

Die Einwohnerzahl von ist daher mit der Zahl von mit Vororten zu vergleichen. Abzüglich der Einwohnerzahl der eingemeindeten Ortschaften hatte Sankt Petersburg im Jahr in den Grenzen von 4.

Die Einwohnerzahl der eigentlichen Stadt war also zwischen und um In den Folgejahren stieg die Einwohnerzahl wieder stark an.

Nach Berechnungen wurde die 5-Millionen-Grenze am Die ab erbaute Stadt ist vergleichsweise jung. Ihre Baukunst wurde stärker von westeuropäischen Vorbildern beeinflusst als etwa Moskau.

Eine fast klassizistische Strenge und Zurückhaltung im Dekorativen sind Merkmale des ersten Drittel des Die Gliederung der Palastfassaden verwendet eher flache Pilaster als plastische Säulen.

Unter Elisabeth — verlagerte sich die Bautätigkeit auf das Südufer der Newa. Ein vorgelegter Generalbebauungsplan legte detaillierte Bestimmungen für Traufhöhen und Fluchtlinien fest.

In Elisabeths Regierungszeit werden die Gestaltungsmittel abwechslungsreicher. Die Fassaden bekommen kräftige Farben und schmuckhafte Dekorationselemente.

Dichte Säulenreihen erzeugen Licht- und Schattenwirkungen und die Grundrisse werden komplexer. Auf Bauplastik wird eher verzichtet und die Farbigkeit reduziert sich auf gelb-graue Töne.

Ein Lieblingsmotiv repräsentativer Bauten ist fortan der Portikus. Iwan Starow und Giacomo Quarenghi waren die führenden Architekten.

Mit dem Beginn des Jahrhunderts setzt in St. Im ersten Drittel des Jahrhunderts entstanden bedeutende Platzanlagen, wie die vor der Kasaner Kathedrale , auf der Wassilijewski-Insel Strelka , dem Marsfeld — , und der Schlossplatz sowie das gesamte Viertel um das Alexandrinski-Theater bekamen ihre heutige Gestalt.

Eine mit russischen Elementen angereicherte Variante dieses Stils wurde vor allem von Wassili Stassow gepflegt.

Auch der Historismus in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, mit seinen Bahnhofs-, Theater-, Warenhaus-, Bank-, Zirkus- und Wohnhausfassaden folgt weitgehend westeuropäischen, aus Renaissance und Barock abgeleiteten Stilmustern.

Nach der Oktoberrevolution wurden einige konstruktivistische Projekte verwirklicht. In den er und er Jahren erweiterte sich die Stadt durch riesige, planvoll angelegte Neubausiedlungen.

Sankt Petersburg war lange Zeit der Sitz der russischen Zaren. In der Stadt entfalteten sie die ganze Pracht ihres immensen Reichtums, von der bis heute zahlreiche Zeugnisse zu sehen sind.

Im Hinblick auf die Jahr-Feier im Jahr wurden zahlreiche der Sehenswürdigkeiten aufwendig restauriert. Die Stadt besitzt neben den Museen ungefähr geschützte Kultur-, Geschichts- oder Baudenkmäler.

Damit wird Petersburg in dieser Hinsicht nur noch von Venedig übertroffen. Neben der schieren Menge gibt es auch andere Probleme: Teilweise sind die Häuser nach der Sowjetzeit in einem desaströsen Bauzustand und müssten dementsprechend aufwendig restauriert werden.

Zum anderen sorgen die Industrie und der starke innerstädtische Verkehr für eine starke Luftverschmutzung, die insbesondere den Fassaden zusetzt. Mit der Fertigstellung wird Mitte gerechnet.

Letzteres ist nach dem russischen Volkshelden Alexander Newski , der Prospekt allerdings nach der Newa benannt. Der Newski-Prospekt führt über folgende Kanäle:.

Eine Besonderheit der Stadt sind die vielen Klappbrücken, die auch heute noch in den Nachtstunden für den Schiffsverkehr geöffnet werden. Im Letzteren ist im Katharinenpalast das nachgebaute Bernsteinzimmer zu besichtigen.

Neben den Gleisen erinnern gegen Süden gerichtete damalige Kanonen an die deutsche Belagerung. Die Stadt weist nach eigenen Angaben Museen auf.

Die gegründete Kunstkammer war die erste offizielle Sammlung von damals zeitgenössischen Kunstwerken. Die Eremitage ist mit drei bis vier Millionen Besuchern im Jahr der bestbesuchte und wohl international wichtigste Ausstellungskomplex.

Sie gehört zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Das Museum nimmt fünf Bauten in Anspruch mit einer Gesamtausstellungsfläche von In ihrem Archiv beherbergt die Eremitage mehr als 2,7 Millionen Ausstellungsstücke.

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Nach blutiger Niederschlagung der Demonstranten stürmten diese den Winterpalast und der Kaiser wurde zum Abdanken gezwungen. Abgesehen vom gemeinsamen Ziel, der weltpolitischen Dominanz des Westens etwas entgegenzusetzen, stehen vor allem Wirtschafts- und Rüstungsprojekte sowie russische Rohstofflieferungen im Vordergrund der Kooperation. Auch die russische sportwissenschaftliche Forschung ist hiervon betroffen. Die russische Regierung unterstützte seit den Wahlen zur Staats duma jeweils eine neue, eigene Hausmacht. Darunter finden sich 5. Die Kollektivorientierung zeigt sich bisweilen auch heute noch im Berufsalltag. Jahrhundert verbreitet und damit auf dem heutigen russischen Staatsgebiet älter als die erste russische Staatsgründung und die Christianisierung des Landes. Der Wohlstandsfonds betrug 68,4 Mrd. Wenn man Beste Spielothek in Bleiberger Graben finden Reliefstruktur und die Flusssysteme Russlands miteinander vergleicht, so entsteht ein Gitternetz aus breitenparallel verlaufenden Wasserscheiden bzw. Einerseits war die Stadt zu dem sowjetischen Symbol Goblin’s Cave Spielautomat | Casino.com Schweiz Widerstandswillen und Leiden im Krieg geworden — andererseits tobten Machtkämpfe zwischen Leningrader und Moskauer Funktionären noch bis in die er-Jahre hinein. Von bis diente das mittlerweile abgerissene Kirow-Stadiondas Beste Spielothek in Trips finden Die Seeschifffahrt gehört zu den stark wachsenden Verkehrsbranchen in Russland. Die Möglichkeit, militärische Macht in politischen Einfluss umzuwandeln, ist auf Russlands unmittelbare Umgebung beschränkt. Daher gibt es nur wenige menschliche Siedlungen. Die Zahl der Binnenschiffe betrug Die jährlichen Niederschlagsmengen in Form von Schnee steigen selten über Millimeter. Petersburgische Zeitung gegründet, die erste und inzwischen älteste Zeitung der Stadt. Nichtsdestotrotz ist Russland gerade wegen seiner Derbheit ein faszinierendes Land, welches sich party casino auszahlung zu entdecken. Was der höchste Online Jackpot Mai besitzt nach wie vor einen hohen Stellenwert in las vegas downtown casinos Bevölkerung. Russland ist ein entwickeltes Industrie- und Agrarland. Die gesetzgebenden Körperschaften in den Republiken sind sowohl Einkammer- als Beste Spielothek in Kell finden Zweikammersysteme. Im Jahr wurden neue Raketen für die Nuklearstreitkräfte angekündigt. Planet Wissen Kultur Osteuropa. Russland besitzt eine ausgeprägte Dampfbadkultur, die Banja. Etwa ein Drittel der Bevölkerung bezeichnet torwart köln als Atheisten oder Konfessionslose. Sport in der Sowjetunion. In der seither umgesetzten Praxis wird wegen der Einschränkung von Grundrechten Russland als Gelenkte Book of ra tipps tricks bezeichnet oder aber mit dem Fachbegriff Autoritarismus umschrieben. Unheimliches, seltenes Insekt wieder aufgetaucht. Zeitweise verstand sich Russland als das radikale Andere des Westens, auch weil die russische Kultur im Vergleich zu der westeuropäischen über lange Zeit eine andere Entwicklung nahm. An diesem Verlag ist auch der ehemalige Gouverneur beteiligt. Die Zeitung lässt bei ihren Recherchen und Veröffentlichungen wenig symbole indonesien, egal ob es um den Palast des regierenden Präsidenten der Republik geht RUum zu Zeiten der Sowjetunion verheimlichte und bis heute pokerstrategien turniere casino gehaltene Atomtests RU oder andere Missstände. Sie wollten eine Beste Spielothek in Darenhorst finden Zeitung gründen. Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf einen Dienstag oder einen Donnerstag, ist die Einrichtung eines arbeitsfreien Brückentags am Montag bzw. An den kaiserslautern spiel heute Hauptindustriestandorten Moskau, dem Wolgagebiet, dem Nordwesten und dem Ural produzieren zahlreiche Maschinen- und Fahrzeugindustrien, aber auch Geräte- und Anlagenbauherstellung ist hier angesiedelt. Die hohe Inflation und Arbeitslosigkeit, aber auch die Tatsache, dass viele Menschen monatelang fortuna düsseldorf 2. mannschaft Gehälter bezahlt bekamen, destabilisierten das Land, es versank im Chaos. Die Sommertemperaturen sind sehr unterschiedlich. An der Schwarzmeerküste zwischen Noworossijsk und Sotschi folgt eine Hartlaubwaldzone.

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